World ARC 2024- Kolumbien

World ARC 2024- Kolumbien

17:01.2024.  18:25 Uhr 750 sm auf der Logge

Nun haben wir es bald geschafft. Unser Wunsch bei Tageslicht anzukommen wird uns leider nicht erfüllt, aber so ist das nun mal, mit Wünschen…..😜mal werden sie erfüllt, mal nicht. So ankern wir in der Bucht vor dem Hafen. Das hat zum Vorteil, dass wir morgen Früh baden können bevor wir in den Hafen segeln um uns einzuklarieren. 

Die Ziellinie befindet sich vor der Marina zwischen einem Leuchtturm und einer grünen Tonne. Von zwei Booten wissen wir dass sie schon angekommen sind. Die NICA und die Fatjax. Wir segeln schon den ganzen Tag begleitet von der FREYA, MADELEINE, KAJA uns gestern war auch noch eine Qyster um die Ecke. Sie könnte auch bereits im Ziel sein. 

Die Freya werden wir vermutlich nicht mehr einholen können. Die beider Anderen holen uns hoffentlich nicht mehr ein. Wobei der Abstand nicht viel ist. 2-3 sm ungefähr. 

Wir segeln immer noch mit Genua und Groß. Groß im 1. Reff. Genua mal gerefft, mal nicht. Seit ein paar Stunden haben wir 25-29 Kn Wind. Windeinfall zwischen 130-160°.
Da wir große Wellen haben ist es nicht möglich exakt 134° zu segeln. 🤣
Wir steuern schon den ganzen Tag von Hand….die Boote so nah bei uns wecken mal wieder den Ehrgeiz…und…wir steuern einfach präziser als unser Freund der Autopilot. 
So wechseln wir uns jede 30 min ab. Das ist gutes workout….bei den momentanen Bedingungen. Nachdem es dunkel war, steuerten nur noch Mathias und Johannes…..mir fehlte komplett die Orientierung….

So wie es aussieht müssen wir nicht mehr Halsen vor der Ziellinie. 
Das ist bei Dunkelheit, 30 Kn Wind und 3-4 Meter Welle 🌊 auch besser so.
Inzwischen sind wir ein gut eingespieltes Team. Dennoch benötigt jeder auch in der Nacht die nötige Konzentration. Das Groß und die Bullenstander müssen bedient werden. Die Genua mit zusätzlicher blauer Leine auf die andere Seite genommen werden. Dann muss die blaue Leine auf dem Vordeck umgebaut werden. 

Da ist man in der Nacht froh, wenn alles gut durchgelaufen ist. Gut sind wir zu Dritt. Das macht es sehr viel leichter. Mathias steuert. Ich bediene die Backbord Winchen und Johannes die Steuerbord Winchen. Unsere letzte Nacht war sehr kräftezehrend…einige Manöver waren nötig, viel Wind und Welle bringen Bewegung ins Boot und laute Geräusche. Letzte Nacht war ich ganz schön erledigt und zweifelte wieder etwas an unserem Vorhaben. Dann kam der Sonnenaufgang 🌅 um 6:00 Uhr. So unglaublich besonders und schön. Der Wind hatte nachgelassen, die Wellen waren nur noch 1-2m. Zeit zum durch Atmen und genießen. Mit einer dampfenden Tasse Kaffee in der Hand…🥰😇. Währenddessen waren Brötchen im Backofen….die dufteten wundervoll…einfach nur schön. 

Ich hatte von 5-8 Uhr Wache. Eine prima Zeit um einen Teig herzustellen, gehen zu lassen und kurz vor Wachen Ende zu backen. Den Thermomix habe ich mich nicht getraut aus dem Schrank zu holen, da ich Sorge hatte, dass er mir auf den Boden donnert, wenn ich zwischen durch doch schnell nach oben muss, wegen einer Böe oder einem anderen Grund. So stand die Teigschüssel in der Spüle und ich knetete den Teig mit dem Rührlöffel. So waren meine Hände sauber und ich konnte jederzeit an Deck arbeiten, wenn nötig. Aber ich hatte Glück 🍀. Johannes hatte vor mir die wilde Phase…bei mir war es verhältnismäßig ruhig. 

Delfine 🐬 haben uns zwei oder dreimal eine Weile begleitet. Immer aufs Neue wunderschön. 

Gestern Abend gab es tatsächlich mal „Tüten“ essen. Diese Beutel mit gefriergetrocknetem Essen….gestern hatten wir keine Kraft und keinen Nerv zu kochen. Wenn das Boot so schwankt und alles direkt durch die Gegend fliegt….was man irgendwo abstellt, benötigt auch das wieder alle Aufmerksamkeit. Gestern waren wir zu müde und erschöpft. So gab es Chicken Tikka Masala von TREK ´N EAT. 
Das flog nicht durch die Gegend und schmeckte uns sehr gut. 

So, nun haben wir noch 2 Std. Vor uns…zweimal habe ich Johannes sagen hören…“ich war gerade 12 Kn schnell und gerade bin ich mit 15 Kn die Welle gesurft.“
Ja, das macht Spaß 🤩. 

Das anspruchvollste Stück des Weges liegt nun noch vor uns. Hohe Berge 🏔 sorgen für Fallböen bis 35 Kn bei der Anfahrt der Stadt Santa Marta. Schauen wir mal, wie es uns ergehen wird. Wenn man sich darauf einstellen kann und darum weiß hilft das schon sehr. So kann man die Segel gegebenenfalls reduzieren und die Crew muss im Endspurt nochmal voll konzentriert sein. 

Unbekannte Ankerbucht bei viel Wind und Dunkelheit ansteuern müssen ist nicht unbedingt das was wir Segler lieben…..

Ich höre Mathias sagen….“Jetzt kommt gleich Regen 🌧 und Wind 💨….“
Dann ziehe ich wohl mal eine Schwimmweste an und gehe nach oben an Deck. 

Bis zum nächsten Mal…..

Liebe Grüße 

Mathias Sybille Johannes

Sy-purefun.Blog

Ankommen auf Gran Canaria

Am Samstag Abend um ca. 21:00 Uhr sind wir in der Marina von Las palmas auf Gran Canaria angekommen. Morgens ging es mit etwas Verzögerung in der Marina Rubicon los. Wir hatten nach anfänglicher Fahrt unter Motor dann doch noch viele Stunden schönes Parasailor segeln. Mit 13-19 Knoten Wind von 120-170° segelten wir mit 7-11 Knoten unserem Ziel entgegen. Im Durchschnitt waren es wahrscheinlich ca. 8 Kn. Uns kam es zu langsam vor. Eventuell war das unserem Unterwasserbewuchs geschuldet. Das muss vor dem Atlantik nochmal geputzt werden.

Das Segeln hat bei den warmen Temperaturen immer der untergehenden Sonne entgegen sehr viel Freude gemacht. Wir haben beide um ein besseres Gefühl für den Parasailor zu bekommen viel von Hand gesteuert. Mit dem Steuern kam ich ganz gut zurecht. Das mit dem Trimmen des Parasailor kann ich dann hoffentlich spätestens in der Karibik.

Vor dem Bergen des Segels bei Nacht und Welle zu zweit an Bord hatte ich sehr viel Respekt. Daher haben wir die Abläufe vorher sehr detailliert besprochen. Mathias hat zuerst den Bergeschlauch über das Segel gezogen. Dann öffnete ich das Fall und vorne an Deck wurde alles von Mathias direkt in der Segellast verstaut. Ich hatte darauf zu achten, dass alle vier Leinen gesichert und eingeholt sind um zu verhindern, dass eine Leine ins Wasser geht und sich in der Motorschraube verwickelt. Das will man bei Nacht an Bord nicht erleben. Alles hat prima geklappt.

Im Hafen wurden wir von den Marinieros mit blinkenden Motorboot empfangen und direkt zu unserem Liegeplatz gebracht. Wir liegen wie im Frühjahr an der Ostmole auf Platz 30. Ist ein nettes Plätzchen.

Das Foto hat Evelyn gemacht, als wir eingelaufen sind.

Eine besondere Freude war Evelyns Empfang. Sie stand winkend im Hafen und hat uns begrüßt. Evelyn wir mit uns in die Karibik segeln. Sie kam am späten Nachmittag aus München. Obwohl wir sehr müde und geschafft waren, saßen wir dann doch noch bis 1:00 Uhr in der Nacht im Cockpit. Spontan kamen vom Nebenboot, der Wappen von Bremen, ein Seglerpaar aus Bremer noch zu Besuch.

Am Sonntag Morgen mussten wir uns dann im Marina Office und beim ARC Büro anmelden. Es gab lange Wartezeiten. Da haben wir uns aufgeteilt. Sind doch ne Menge Segler hier. 200 Boote die alle registriert und angemeldet werden möchten.

Um 12:00 Uhr war dann am Sonntag. Flaggen Parade aller Nationalitäten die an der ARC teilnehmen. 30 Nationen sind vertreten. Das war ein sehr schönes Gruppenerlebnis. Selbst eine Delegation aus Sankt Lucia war anwesend und hat uns eine gute Überfahrt gewünscht.


Die Tage sind nun voll mit all den Dingen die bis zum Start am Sonntag um 13 Uhr noch erledigt werden müssen. Heute hatten wir die Sicherheitsprüfung durch den ARC. Eine Lampe, die während dem Nutzen geladen werden kann oder ein Kabel hat, müssen wir noch kaufen. Denn wenn man eine Nacht lang jemanden im Wasser suchen muss, ist der Akku irgendwann leer…..die Vorstellung dann ohne Scheinwerfen da zu stehen ist gruselig. An was man alles denken muss! Mathias hat zum Glück einen zusätzlichen 12 Volt Stecker an Deck einbauen lassen. Für diesen gibt es eine Lampe mit langem Kabel, so dass man sicher auch eine ganze Nacht lang eine Lampe zum Suchen hat.

Die Notpinne bringt Bernd morgen aus Deutschland mit. Da wir zwei Ruderanlagen haben sieht die Werft keine Notpinne vor. Der ARC hat aber die Erfahrung gemacht, dass sie dennoch gebraucht wurde. Deshalb fordern sie sie.

Und einen Metall Radar Reflektor, den man dann hoch ziehen kann, wenn alle elektronischen Instrumente ausgefallen sind. Damit man auf diese Weise gesehen, bzw. gefunden werden kann.

Uns ist nicht langweilig….die Proviantierung muss auch nebenher noch erledigt bzw organisiert werden. 14-21 Tage Proviant für 5 Personen. Wir haben 10 kg Müsli an Bord. Wenn jeder jeden Tag 100g Müsli isst, dann braucht man diese Menge.

Die trockenen Vorräte sind unkompliziert, die frischen sind schon komplizierter. Vor allem wo lagert man das Alles? Lassen wir uns Obst und Gemüse liefern, oder kaufen wir es selbst? Wichtig ist, dass die Ware nicht kühl gelagert wurde, damit sie an Bord länger hält. Dann benötigt man reife, mittel reife und unreife Waren. 5 Bananen sind ca 600-800g schwer, je nach Größe. Da hat man schnell 10 kg auf dem Einkaufszettel. Da ist eine ganze Bananenkiste voll. Dann kommen Tomaten, Kohl, Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln, Orangen, Zitronen usw. Ich kann mir im Moment noch nicht so richtig vorstellen, wo wir das alles lagern…..🥹🤣aber das wird schon werden…..2-3 Wochen Spaghetti mit Pesto und Bohnen aus der Dose wollen wir ja auch nicht essen.

Auch die Utensilien zum Angeln müssen wir noch kaufen gehen. Frischer Fisch🎣🐠 würde den Speiseplan natürlich enorm aufpeppen.

2. Etappe: Estepona – Lanzarote: Atlantic here we come – die Fahrt der Performace-Rekorde



Beflügelt von der ersten tollen Etappe starteten wir um die Mittagszeit in Estepona. Vormittags hatten wir die Pure Fun noch mit frischem Proviant und Wasser für die nächste Etappe beladen. 

Angekommen im geographisch eindrücklichen Gibraltar wurde auch der Tank noch einmal befüllt, in der Hoffnung so wenig wie möglich davon zu brauchen und stattdessen von Wind und Segel nach Lanzarote getragen zu werden. Das Timing war perfekt. Die Zeit für die günstige Strömung durch die Strasse von Gibraltar war gekommen und so ging es wie geplant um 17:00 Uhr los.

Die Straße von Gibraltar lag ruhig vor uns mit Sicht auf die Berge von Nordmarokko. Als wir das Tor zum Atlantik verließen wurden wir von Nebelschwaden und dem Tönen des Nebelhorns der Frachtschiffe begrüßt, die so ihre Anfahrt signalisierten. Dies sollte die kälteste Nacht an Bord werden, lange Hosen und warme Jacken wurden ausgepackt, mystisch hing der Nebel im Großsegel. Begleitet von den Lichtern der marokkanischen Küste arbeiten wir uns gen Süden.

Am Nächsten Tag hatte der Gennaker seinen großen Auftritt. Nachdem es mit dem Parasailor schon so gut geklappt hatte und dieser uns bereits im Mittelmeer schnell vorangebracht hatte, war nun der Gennaker das beste Tuch, um mit Speed, Kurs auf Lanzarote zu nehmen. Gespannt auf den Gennaker, klappte als mittlerweile eingespieltes Team, der Segelwechsel fix. Mit flotten 9 Knoten – bis zu 11 Knoten in der Spitze – enttäuschte der Gennaker nicht und trug uns rasche voran. Auch von der Optik war das gelbe Segel im Kontrast zum blauen Himmel ein echtes Highlight.

Wieder einmal begleitet von Delfinen ging es in eine weitere Nacht auf See. Das Motto für diese Nacht: vor dem Hafen ankernden und fahrenden Frachtern auszuweichen. Nach tollem Wind am Vortag, ging es nun mit Motor und Großsegel durch die Nacht. 

Am nächsten Tag frischte der Wind auf und die Segel wurden nach Wind und Welle angepasst. Der Tagesablauf war bestimmt von Wind, Wetter, Segel setzten, kochen bei Schräglage und Wellengang – so ging es Tag für Tag voran. So wie das Land am Horizont verschwand verloren auch vermeintlich wichtige Dinge ihre Bedeutung. Fernab des trubeligen Alltags und ohne jeglichen Handyempfang gewannen alltägliche Dinge wie ein kühles Glas Wasser an Wert und sind plötzlich etwas Besonderes – das erdet ungemein! Dazu die hypnotisierenden Wellen des Meeres. Einfach magisch!

Aktuelle Wetterdaten wurden bei Predictwind Abgerufen. Nachdem es die verschiedenen Wettermodelle im Vorhinein spannend gemacht hatten, wurden von einem Wettermodell nun Böen bis zu 43 Knoten vorhergesagt. Wir wollten zwar schnell unterwegs sein, aber auch heil ankommen, daher wichen wir vom direkten Kurs ab und segelten länger der Küste von Marokko entlang, bevor wir Kurs auf Lanzarote nahmen.

Trotz Kursabweichung brachte die nächste Nacht ordentlich Wind und Wellen, aber so dass das Seglerherz lachte. Mit achterlichem Wind von um die 30 Knoten strömte lautes Getöse über das Heck der Pure Fun, brachte uns schnell voran und der bisherige Perfomance-Rekord von 114% Prozent wurde gebrochen und ein neuer von 130% aufgestellt. 

Bei weiterhin achterlichem Wind wurde noch einmal der Parasailor ausgpackt, kontinuierlich ging es mit 10 Knoten voran. Delfine scheinen es zu lieben mit der Pure Fun um die Wette durch die Wellen zu gleiten und sich am Bugspriet dazu als Formation zusammen zu finden und vor Freude zu hüpfen. 

Auf halbem Weg zwischen Marokko und Lanzarote ließen wir die zu Beginn untypische kurze Welle hinter uns und freuten uns über die berühmte lange Atlantikwelle, die uns bis nach Lanzarote brachte. Die Mannschaft an Bord entschied sich nicht direkt einen Hafen auf Lanzarote anzusteuern, sondern vor La Gracioca, einem Eiland im Nordwesten von Lanzarote in der Bucht von Palya Francesca zu ankern. 

Eine Aufgabe gab es noch als Team zu lösen, vor La Gracioca bei Nacht und Wind das Parasail bergen und anschließend zu ankern. Begrüßt von einem ruppigen Deutschen, der zu gern die Bucht für sich gehabt hätte, ankerten wir…. auch wenn die Begrüßung freundlicher hätte sein dürfen. Mathias steuerte mit Bravour die Pure Fun trotz Wind und Dunkelheit. Der Strand ist hufeisenförmig und nach Süden ausgerichtet, weshalb das Meer hier fast immer ruhig ist – nicht in dieser Nacht! Glücklicherweise fand der Anker auf 17 m Halt und die Pure Fun konnte die Nachtruhe antreten. Mission accomplished! Alle glücklich über die erfolgreiche Reise, ließ Mathias den Korken knallen und lud zum prickelnden Ankerdrink ein.

Nach Ankunft in Dunkelheit, zeigte sich die „Graziöse“ am nächsten Morgen in ihrer vollen Pracht. Die Bucht von Playa Francesca mit wunderschönem Sandstrand wird vom imposanten Vulkan namens Montana Amarilla überragt. Was ein Ausblick – wann wacht man schon auf einem Boot direkt neben einem Vulkan auf! Wow!

Irgendwann muss wohl ein jedes Abenteuer zu Ende gehen und so stand der Landgang für die Crew unausweichlich bevor. Aber zuerst musste das Parasail, das wir noch nachts bei feuchtem Deck eingeholt hatten getrocknet werden, bevor wir in die Marina Rubicon einlaufen sollten. Als Trocknungsaktion gedacht entwickelte sich die Etappe an die Südspitze von Lanzarote als richtiger Segelspaß. Mit achterlichem Wind und ordentlicher Schräglage ging es mit 14 Knoten Geschwindigkeit bei bis zu 34 Knoten Wind und einem neuen Performance- Rekord von 130 Prozent ans Ziel in die Marina Rubicon. Noch viel wichtiger als alle Rekorde, die strahlenden Gesichter an Bord. Besonders froh sind wir auch, dass Clemens es mit uns bis ins Ziel geschafft hat. Wagemutig filmte er die Rekordfahrt.



Im Hafen angekommen zeigte sich die Pure Fun in Salzkristalle gehüllt. Zukünftig kann nun handgeschöpftes Salz für die Extra Brise Pure Fun im OnlineShop erworben werden 😉 (Scherz, aber eigentlich eine ganz coole Merchandise-Idee). 

Als wir gerade dabei waren die Pure Fun wieder zum Strahlen zu bringen, traf Sybille ein und packte direkt mit an. Viele Hände schnelles Ende – so konnten wir bald auf den erfolgreichen Törn anstoßen. Ohne Schäden an Boot oder Mensch, reich an vielen tollen Erfahrungen stießen wir gemeinsam auf das tolle Erlebnis an.

Am nächsten Morgen machte sich die Crew noch etwas schwankend vom Meer für das gemeinsame gewöhnen an Land zu einer kleinen Wanderung entlang der Küste zum Playa Papaygayo auf.

Belohnt mit einem Sprung ins kühle Nass und einem letzten Crew-Lunch mit tollen Ausblick im Restaurant „be Papagayo“ fand die Wanderung und die gemeinsame Reise ihr Ende.

Beseelt von den Erlebnissen, die Atlantikwelle im Herzen und dankbar, dass alles so gut geklappt hat verabschiedeten sich Clemens, Elly und Mona! (Wir werden wohl noch lange an die Reise denken, unter anderem, wenn wir mal wieder versuchen den Mülleimer abzuschließen;)  )

Pure Fun in der Marina Rubicon

Cooles Fun segeln mit Parasailor

Gestern hat sich Clemens als unerschrockener Abendteuerfotograf bewährt. Wir testeten den Parasailor mit seinen 225 qm bei achterlichen Wind mit 2 bis 3 m Welle und Böen bis 30 kn. Wir segelten mit 10 bis 14 kn Speed übers Wasser. PURE FUN. Der Name war Programm. 🤣😎Ein richtig geniales Gefühl, wenn das Boot am gleiten ist. Alle hatten ein fettes Grinsen im Gesicht.

Das eine Mal stand er auf der Seite, filmte und freute sich als wir so schräg kamen, dass seine Beine bis über die Knöchel im Wasser waren. Das Boot blieb steuerbar und der Parasailor verteilte die Luft und richtete uns wieder auf. Einfach genial. 👍 Mit einem Spi wäre das schwierig geworden. Wir hatten reine Freude am schnellen Segeln und er hat es dokumentiert. Clemens Mohr filmte, Evelyn Zettler sagte an und ich steuerte. Sehr cool. 😎

Mathias

Von La Graciosa in die Marina Rubicon „high speed“ mit Parasailor
Video von Clemens Mohr

Pure Fun mit neuer Crew durchs Mittelmeer

1. Etappe: Palma de Mallorca nach Estepona

Mit dabei Mathias, Evelyn (Elly), Clemens und Mona

Spontane Reisen sind die Besten. Clemens hat im Hafen von Palma angeheuert. Seine druckfrischen Segelscheine in der Tasche, freut er sich alles gelernte an Bord in die Praxis umzusetzen.  Vom Büro in den Flieger war das Motto von Elly und Mona, die kurzerhand in Deutschland den Stift haben fallen lassen und dem spontanen Ruf der Pure Fun gefolgt sind. Elly kennen fleißige Blog-Leser bereits als Biskaya-Crew! 
So hat sich die neue Crew gefunden und wurde von Mathias und Sybille herzlich bei einem leckeren Abendessen im Hafen von Palma in Empfang genommen, bereit gemeinsam nach Lanzarote zu segeln, gespannt darauf, was die Reise mit sich bringen wird. 

Sybille hatte netterweise bereits die Pure Fun mit leckerem Proviant für die Überfahrten bestückt. Daher stand nur kurzes Shopping von frischer Sachen im Mercado de Santa Catalina an.


Mittags hieß es Leinen los zur ersten Etappe nach Ibiza. Die Crew wurde vom Mittelmeer mit ordentlich Wind und Welle begrüßt und Neulinge an Bord haben sich an den Beat des Meeres gewöhnt. Die Pure Fun hat in Schräglage gezeigt wie elegant und schnell sie über das Meer gleiten kann. Erste Herausforderung für die Crew: Kochen bei Schräglage. Elly hat sich der Herausforderung gestellt und leckere Nudeln mit Pesto gezaubert.


Bei Sonnenutergang tauchte Ibiza am Horizont auf.

Geankert wurde im Dunkeln in der schönen Bucht von Cala Llenya. 

In den nächsten Tag sind wir mit einem Sprung ins kühle Nass und einem gemeinsam Crew Frühstück gestartet. 

Gut gestärkt ging es weiter nach Formentera.

Mittags sind wir dort angekommen, das traumhafte türkisfarbene Wasser und die weißen Strände sind einfach wow! Von Palma direkt in die Karibik könnte man meinen. 

Nachdem alle das Schwimmen traumhaften Wasser ausgiebig genossen haben, ging es weiter Richtung Estepona. 48 Stunden auf See begleitet von Delfinen, die freudigen Luftsprünge machten standen uns bevor, begleitet von Wind und Welle von jeglicher Seite und Höhe.

Mit dem Parasailor ging es schnell voran.
Die Pure Fun und Crew haben vor dem Cabo de Gata gezeigt was sie können und den Performancerekord mit 114 Prozent gebrochen. Die Crew hatte bei höchster Konzentration viel Freude die Wellen bei 13 runter zu düsen. Nachdem es mit 29tws kurz davor um das Cap ging, war plötzlich Flaute und wir haben das Parasailor geborgen.

Bis Estpona wollte der Wind nicht nochmal auffrischen, da wurde ein kurzer Badestop an der Küste vor Marbella eingelegt, bevor wir in den Hafen von Estepona eingelaufen sind.

Im Hafen von Estepona wurden wir mit Vino gegrüßt, dazu sagt man ja bekanntlich nie no. Nachdem die Pure Fun wieder schick gemacht war, haben wir happy über die erste tolle Etappe angestoßen. 

2. Etappe: Gibraltar – Lanzarote

Mit voller Vorfreude starten wir in die Nächste Etappe. Alle sind sich einig, lieber auf See als im Hafen. So starten wir Richtung Lanzarote über Gibraltar. Wir sind schon  sehr gespannt, was wir im nächsten Blog Eintrag erzählen können – die Wettervorhersage macht es jedenfalls spannend! 

Hasta Pronto! 

Mathias, Evelyn, Clemens und Mona

Anmerkung von Sybille:

Gestern am 9.8. ca. 16:45 Uhr ist die Crew in Gibraltar gestartet mit nächstem Stop in Lanzarote. Ich habe heute eine Mail von Mathias erhalten.

Mail von der Pure Fun via Satelitentelefon:

Hier ist jetzt Donnerstag, 10.08. 18:30 und wir segeln auf der Höhe von Casablanca, Marokko. Es geht gut und zügig mit achterlichem Wind voran. Es ist wieder etwas wärmer. In der Straße von Gibraltar war es gestern schon so kalt. Da zog ich mir seit unserer Zeit auf Ibiza das erste Mal wieder eine dicke Jacke auf dem Boot an. Der Himmel ist mit einem Schleier oder Staub verdeckt. Wir sehen lediglich das tiefe blau des Atlantik und das helle Grau zwischen hier und der Sonne. 

Heute Mittag gab es Salzkartoffeln mit selbstgemachtem Kräuterquark und Paprika Gurken Salat. Das Kochen wird oft von Mona übernommen und klappt richtig gut. Mal sehen was heute Abend von den Vorräten noch in etwas leckeres verwandelt wird. 

Wenn es so weiter geht werden wir um diese Zeit in zwei Tagen in Lanzarote ankommen. Sollte das klappen, würden wir versuchen noch in La Graciosa einen Ankerplatz zu finden. So hätten wir am Sonntag dann noch 4 Stunden zu fahren und die Möglichkeit in einer Bucht zu baden. Wir werden sehen. 

Seit nun herzlich vom Atlantik gegrüßt 

Sybille:

Für mich ist das eine neue Perspektive, die Pure Fun von daheim auf Marine Traffic zu verfolgen. Mitzufiebern, alles Gute zu wünschen, hoffen dass alle wohlbehalten auf Lanzarote ankommen. Von zuhause beobachtet geht es richtig schnell voran, das fühlt sich an Bord langsamer an. Dort lebt man in einem Mikrokosmos….segeln, essen, schlafen. Zuhause ist den ganzen Tag Trubel und Aktion.

Mein Flug nach Lanzarote ist gebucht. Am Sonntag werde ich wieder dazu kommen für eine Woche bevor die Pure Fun in der Marina Rubicon bis Mitte Oktober in die Sommer Pause geht.