Nachtrag zu Silvester: Martinique und ein glückliches gesundes neues Jahr 2024

Wir feiern auf Domenica am Strand mit Barbecue. Berichten dann Morgen wie es war.

Heute ist Silvester….wir schauen zurück auf ein aufregendes Jahr. So viel schönes durften wir erleben. Segelabenteuer auf den Kanaren, Madeira und im Mittelmeer, Paulas Bachelor Feier, Mathias 60. Geburtstag, die Atlantiküberquerung und vieles mehr. Dafür sind wir sehr dankbar. Vielen Dank an all die lieben Menschen die uns im Jahr 2023 begegnet sind und uns begleitet haben. 😃🥰🙏. Gespannt starten wir ins Jahr 2024. Das sicher nicht weniger aufregend, Abwechslungsreich und bereichernd werden wird. 🪅

Da wir nicht immer Internet haben kommt erst heute wieder ein Beitrag.

Die Weihnachtstage haben wir zusammen mit Lisa, Maren und Gorm von der NICA auf Martinique verbracht. Wir lagen in einer ruhigen netten Bucht (LES ANSES-D’ARLET)und genossen die Ruhe. Schnorcheln, baden, essen und schlafen. Sehr angenehm.

An Heiligabend waren wir auf der Nica eingeladen und hatten einen schönen Abend mit vielen festen sowie flüssigen Leckereien.

Maren und Gorm von der NICA
Mathias mit Lisa von der NICA

Am 27.12. segelten wir Richtung Norden nach St.-Pierre. Dort trafen wir Lisa von der NICA wieder. Sie kam mit dem Bus. Am nächsten Morgen um 7:00 Uhr wollte sie eine Wanderung zum Vulcan Pelee 1395m beginnen. Ich schloss mich gerne an. Wir fuhren ein Stück mit dem Bus und mussten dann 30-45 min bis zum Ausgangspunkt der Wanderung bergauf laufen.

Von nun an ging es 3 Stunden steil über viele Treppen 800 m nach oben. 🤩 wunderschöne Natur, etwas mystisch durch die Nebelfelder und Vorallem sehr, sehr anstrengend.

Oben angekommen war uns klar, dass wir diesen Weg nicht zurück gehen möchten. So entschieden wir uns für den bequemeren, jedoch längeren Weg zum Meer nach Le Précheur. wir liefen viele Stunden durch einen sehr urwüchsigen Regenwald. Immer wieder war nur ein schmaler Pfand, beinahe zugewachsen vom grün der Pflanzen. Der Untergrund war immer wieder glitschig. Wir kamen Beide an unsere körperliche Grenze…🥵nützte ja nix…Päuschen machen und weiter gings. In Le Précheur, das wie ausgestorben wirkte, gab es weder Eis noch Cafe. 😰. Lisa, die erprobte Weltenbummlerin hielt den Daumen in Richtung St. Pierre und schon das erste Auto nahm uns mit.

So waren wir nach 10 min in unserer Bucht und bekamen unser wohlverdientes Eis. 🍦AmAbend aßen wir in der Strandbar direkt am Boot.

Lisa übernachtete auf der PureFun und fuhr am nächsten Tag mit dem Bus zurück.

Wir legten um 8:30 Uhr ab Richtung Domenica.

Drei Tage Muskelkater, schöne Erinnerungen und ein stolzes Grinsen im Gesicht bleiben mir von dieser Wanderung. Danke Lisa, es war toll mit dir.

Glück teilen schafft so viel mehr Glück

Lieber Bernd,

besten Dank Dir für diesen Beitrag mit Deiner Sicht auf die gemeinsam gestalten wie auch gemeinsam erlebte Zeit. Du hast das Glück, das Du empfunden hast mit uns Lesern geteilt.

Es war für mich aus vieler Sicht bereichernd Euch auf dieser Etappe als Reisebegleiter zu haben. Den Begriff Reisebegleiter ist aus dem Buch „Big Five For Life“ von John Strelecky entnommen. Es war meine Lektüre auf den Weiten des Atlantiks. Für mich war es inspirierend wie auch bestätigend. Ohne dieses Buch zu kennen habe ich in den vergangen Jahrzehnten in weiten Teilen so gelebt. Ja ich hatte bisher viel Glück im Leben. Dafür bin ich sehr dankbar und habe auch viel dafür getan.

Diese Überquerung des Atlantik mit dem eigenen Boot bringt mich einem meiner großen Lebensträume ein gutes Stück näher. Eines meiner Big five for Life ist es nochmals in Australien mit dem eigenen Boot in den White Sundays zu segeln. Entstanden ist dieser Traum bei meiner ersten Reise ausserhalb von Europa im April 1988. Damals charterte ich für vier Tage eine Koje und erlebte herrliche Tage in dieser phantastischen Inselwelt.

Auf dem Weg, den wir Bernd jetzt gemeinsam reisten, war es mein Wunsch mein Glück mit Euch vieren zu teilen. Deinem Beitrag entnehme ich, dass es gelungen ist. Um so glücklicher macht es mich dieses jetzt so nochmals zu hören und zu spüren.

Glück zu teilen macht mir so viel Freude und gibt mir wie auch anderen so viel. So wird aus geteiltem Glück zumindest doppeltes Glück hier wohl eher fünffaches Glück.

Gesegnete heilige Weihnachtszeit

Mathias

Kommentar – Gastbeitrag – Rückblick von Bernd

Nach 17 Tagen und 15 Stunden auf See erreichten wir St Lucia 🙂
Jetzt nach 10 Tagen an Land und davon 5 Tagen wieder zu Hause in Flensburg, schweifen die Gedanken häufig wieder auf See. Wenn ich da draußen auf dem Meer bin, ist es traumhaft diese unendliche Weite zu genießen.

Die Weite der Wind und das Meer ist so grenzenlos, und man selbst so klein den Elementen gegenüber. Das zu erleben ist wirklich sehr beeindruckend. Meinen Vielen Dank an die gesamte Crew der PureFun, dass ich das mit Euch zusammen erleben und genießen konnte. Mit so einer tollen Yacht den Wind und das Meer am Steuerrad spüren ist schon sehr besonders. Besonders bleiben mir die Nächte in Erinnerung, mit dem beindruckenden Mond und dem unendlichen Sternenhimmel.
Wenn alle Wünsche die ich bei jeder Sternschnuppe hatte in Erfüllung gehen würden, dann wird es für mich und all meinen lieben an die ich dann gedacht habe, ein tolles Jahr 2024 🙂
Die Yacht am Steuerrad zu spüren, schnell und sicher durch die ganzen Wellenberge zu lenken, macht ungeheuer Spaß.

Zu merken das sich jeder immer sicherer dabei gefüllt hat, schöpft viel vertrauen. Ganz sicher hat uns der Gennaker zum Schluss gefehlt, nachdem wir ihn noch in Teilen retten konnten war es leider nicht möglich ihn mit Bordmitteln wieder zusammen zu flicken.

Es kamen viele Tage, wo wir ihn hätten sehr gut einsetzen können. So hätten wir unsere Platzierung noch verbessern können. Das Segel mit dem ‚P‘ am Anfang und ‚r‘ am Ende hat uns dann Richtung Ziel geschaukelt. Wir haben uns die tolle Stimmung an Bord dadurch allerdings nicht nehmen lassen.
Besondere Liebe ging absolut durch den Magen! Ich kann mich nicht erinnern Zweimal das gleich gegessen zu haben. Diese ganzen Varianten und Kreationen die aus der Pantry kamen, konnte jeder Leser des Blocks mitverfolgen.

Superklasse von Sybille und Elli für die ganze Orga des Einkaufes in Las Palmas. Euch beiden zu helfen in der Pantry war eher schwierig, wir durften ja kaum mal was schnibbeln 😉
Kaum im Ziel angekommen, kann man es schon gar nicht mehr fassen dass es jetzt vorbei ist. Dafür gibt es diesen äußerst leckeren Rumpunsch auf dem man sich schon Tage vor der Ankunft gefreut hat.

Der Schluck ist einzigartig, zudem wird man begrüßt durch viele weitere Crews die bereits den Zielhafen erreicht haben. Fast egal zu welcher Tages und Nachtzeit. Besonderen Dank an die Crew der Nica, die uns so herzlich empfangen hat 🙂
Die Tage darauf benötigt man zu ankommen! Nach der langen Reise benötigt besonders das Boot einiges an Liebe um es wieder zum glänzen zu bringen. Fast bis zum Tag unserer Abreise haben wir täglich daran gearbeitet. Auch das ist uns gelungen 🙂 Der Erfahrungs- Erlebnisaustausch mit den vielen Crews den wir in Las Palmas hatten, haben wir hier mit den abenteuerlichsten Geschichten fortgesetzt. Besonders was den Fischfang betraf, leider konnten wir hier auf unserer Wunschliste keinen Haken setzten. Es kommt einfach eine so nette Stimmung auf, wenn alle wieder zusammen kommen aus aller Herren Länder von Europa über Südafrika bis Australien, eine sehr wilde Mixtur 🙂
Ich freue mich wieder glücklich zu Hause zu sein, mit allen Zehn Fingern beide Ohren und der Nase in der Mitte! So eine Atlantik Überquerung birgt auch Gefahren, es gibt viele Situation die gemeistert werden sollen. Aber durch gutes und überlegtes Crewhandling haben wir alles ohne größere Blessuren gemeistert 🙂 Meinen Dank dafür besonders an die Eigner der PureFun Mathais und Sybille, die die Yacht bestens dafür Vorbreitet haben.
Ich Wünsche Euch beiden noch soooo viele unbeschreibliche Tage auf Eure weitergehende Reise um die Welt! Das Erreichen eines Zieles auf dem Gradlinigen Weg mag wohl der kürzestes sein, aber oft nicht der schnellste und sicherste!
Ich Wünsche Euch Fair Winds und immer eine Hand Breit Wasser und dem Kiel 🙂
Bernd