Goodbye Brisbane

Hamilton Island, 06.07.2026. Ein intensives Wochenende in Brisbane liegt hinter mir. Es war nun die Zeit gekommen mich in und von Brisbane zu verabschieden. Am Freitag ging es nach einem leckeren Essen an Bord der SV Pure Fun gestärkt zu Fuß zum Flughafen und dann nach weiteren 30 Minuten los nach Brisbane. Hamilton ist gut an die Australischen Metropolen angebunden.

Ein UBER brachte mich zu dem Apartment in der Stadt, genauer gesagt nach Teneriffe. Inzwischen ist UBER meine erste Wahl beim Transport. Ich bin die Überraschungen bei der Preisgestaltung der lokalen Taxis überdrüssig. Dieses Mal entschied ich mich für ein Apartment in einem ehemaligen Lagergebäude in Teneriffe. In diesem gewachsenen Stadtteil von Brisbane verbrachte ich oft Samstags die Vormittage zum einkaufen auf einem Wochenmarkt (New Farm) oder auch der deutschen Bäckerei SPROUD.

Freitag am Abend ging es mit Jeannine auf die Dachterrasse des STAR Hotels / Casino zum Apero und dann im Anschluss dort zum Abendessen. Auf dieser Dachterrasse trafen wir uns immer wieder für einen Apero zum Sonnenuntergang. Es war ein Wiedersehen nach vier Wochen segeln bzw. Haus ausräumen und den Umzug vorbereiten. Jeannine und ihre Familie wird in zwei Wochen nach 19 Jahre Australien wieder nach Deutschland ziehen. So hatten wir reichlich Stoff zu erzählen.

Am Samstag Abend stand dann bei Jeannine am Smith Place ihre Goodbye Party an. Die Aufgabe war die verbliebenen Reste der Bar zu reduzieren. Es kamen Jeannines beste Freude aus der deutschen Gemeinschaft. Sie feiern seit Jahren Karneval, Oktoberfest wie auch verschiedene andere Feste zusammen. Ich durfte in den vergangenen Monaten oft dabei sein. Wir hatten viel Spaß und feierten lange. Es war die vierte Party anlässlich des Auszugs und der Auflösung des Hauses.

Ich danke Euch ganz herzlich für das tolle Wochenende sowie Eure Gastfreundschaft. Ich freue mich Euch wo immer auf der Welt wieder zu treffen.

Back in Hamilton Island

21. Juni 2026 seit heute liegt die SV Pure Fun wieder in Hamilton Island sicher in der Marina. Eine sehr entspannte Passage von Brisbane zu den Whitsundays geht nach 22 Tagen zu Ende. Die 550 nm waren bei stabilem Südost Wind mit meist über 20 kn mit lediglich der Genua ganz zügig und dennoch relaxt auf Vorwindkurs zu segeln.

In Bundaberg gab es nach vier Tagen den ersten Crewwechsel. Ronja flog zurück zu ihrem Boot in Brisbane. Maree reiste am 01.06. von Ihrem Heimatort Bermagui im Südosten von Australien an.

Maree wird die kommenden Monate mit an Bord sein. Sie sorgt für das leibliche Wohl an Bord. Über Findacrew.COM kam ich mit ihr wie auch mit der weiteren Crew, die jetzt in Hamilton hinzukommen wird, zusammen. Die Plattform nutze ich gerne um für Abschnitte meiner Reise qualifizierte Mitreisende zu finden.

Für mich als Skipper war bei dieser Passage die Aufgabe Etappen herauszusuchen die während des Tages gut zu bewältigen waren, mit wenig Schräglage zu segeln sind und für sie Nacht ruhige Ankerplätze zu haben.

Wir segelten im wesentlichen mit Wind von hinten. Die Wellen mit 2 Metern waren in der Kurswahl im Detail zu berücksichtigen. An so manchem Ankerplatz lagen wir geschützt vor den Wellen. Oft pfiff es dennoch auf der Leeseite der Inseln nachts mit 25 + kn im Rigg.

Stopps wurden an diesen Orten eingelegt.

Bundaberg Marina, Bustard Head / 1770, Heron Island, Humpy Island, Keppel Bay Marina, Pearl Bay, Hexman Island, Curley Island, Scawfell Island, Goldsmith Island, Thomas Island, Whitehaven Beach / Whitsunday Island and Hamilton Island Marina.

All die Inseln liegen in der Coral Sea und gehören zum Great Barrier Reef. Mal blieben wir nur ein paar Stunden über Nacht oder hingen auch mal ein oder zwei Tage daran. Lediglich Heron Island ist bewohnt. Dort gibt es eine Forschungsstation mit angeschlossenem kleinem Ressort. Leider war während unseres Aufenthalts der Schwell so hoch, dass an kein Landgang zu denken war. Leider – all zu gerne hätte ich dort geschnorchelt.

All die Inseln sind für australische Verhältnisse landschaftlich besonders reizvoll. Sie stehen meistens unter Schutz. Nun habe ich schon einiges gesehen. Die sind ganz schön. Jedoch fehlte mir das Leben. Ein herzliche BULA BULA wie es in Fiji so herzlich einem als Gruss entgegen gerufen wird habe ich sehr vermisst. Dafür haben uns auf dem Weg besondere Tiere begrüßt oder verabschiedet. Sie gaben uns als Krafttiere Botschaften mit auf den Weg. Besonders berührten uns die Begegnung mit Pied Butcher bird, Delfine, Wale, Schildkröten und nun noch Dugongs.

Anders als in der Südsee gibt es auf den Inseln hier nirgendwo Früchte oder anderes Frisches um die Vorräte aufzufüllen. Maree hatte vorgesorgt und wunderbares zum Essen zubereitet. Oft roch es lecker nach frischen Brot oder Gebäck.

Hier auf Hamilton stehen nun noch ein paar Arbeiten sowie entspanntes Inselleben an. Am 7.7.wird es weiter in den Norden gehen.

On my way.

Boonlye Point, Queensland, 30.05.2026

Der Ankerplatz am Boonlye Point liegt zwischen Queensland Festland und Fraser Island. 100 Meter vor der Pure Fun ist eine Barre mit 0,5 Meter und Brisbane liegt 16 Stunden bei frischem Wind hinter mir. In einer Stunde wird es dunkel und in zwei wird es mit den Vorbereitungen der Überquerung dieser Barre losgehen. Schon drei Mal bin ich hier darüber gefahren. Dennoch ist es jedesmal aufs Neue ganz spannend. Die Karte kann stimmen, muss es aber nicht. Jedoch verändert sich hier die Kontur des Boden durch die Strömungen regelmäßig. Mal sehen wie es heute sein wird.

Gestern hieß es „Leinen los“ in Rivergate Marine, Brisbane / Queensland. Im November 2024 kam ich als neuer Hafenlieger an. Gestern war der Abschied sehr schmerzlich und tränenreich. Ich ging als Freund. Ich hatte eine tolle Zeit bei Rivergate. Stellvertretend möchte ich mich hier besonders bei Danielle, Joana, Shayla, Brandon, Jaxon und John bedanken. Ihr seid großartig und macht einen so tollen Job. Danke für diese besondere Zeit bei Euch in der Rivergate Marina.

Bevor es los ging „arbeitete“ ich noch mein australisches Pflichtprogramm an. Es waren noch zwei Ecken des Kontinents zu besuchen. So ging es noch für ein paar Tage nach Hobart. In der Hauptstadt von Tasmanien ist das Museum of Old and New Art (MONA) eine Sensation. Für mich ist es der berührendeste Museumsbau der Gegenwart den ich bisher besuchte. Finanziert wie auch realisiert von einer Privatperson, kaum älter als ich es bin. Es ist möglich, es können Träume oder Phantasien auch wirklich realisiert werden. Hier macht es einer.

Hobart wie auch Bruny Island war für mich die Südöstliche Ecke. Genau genommen liegt die Südöstlicheste Ecke auf dem australischen Festland in der Nähe von Melbourne. Mich reizte jedoch nach verschiedenen persönlichen Empfehlungen die Reise nach Tasmanien mehr.

Neben Tasmanien stand der Besuch von Byron Bay mit dem östlichsten Kap vergangenes Wochenende noch an. Der Ort liegt 2 Stunden südlich von Brisbane. Der Reiz der Bucht, die vielen Surfer wie auch der etwas andere Lebensstil des ehemaligen Hippie Ortes haben mich sofort verzaubert. Ja vielleicht würde ich da schon lange leben, wenn ich bei meiner ersten nach Australien 1988 dort gewesen wäre und mich gegen die Fortsetzung des Studium und meiner Leidenschaft dem Windsurfen gefolgt wäre. So war ich jetzt erst dort und habe jeden Moment in vollen Zügen genossen.

Tatsächlich habe ich hier auch zum ersten Mal einen freilaufenden bzw. freischlafenden Koala gesehen. Besser gesagt er wurde mir von Jeannine gezeigt. Der Koala hatte sich so langsam bewegt und toll versteckt. Ohne Jeannine hätte ich den Koala wie so viel anderes Schöne hier in Australien verpasst. Für eine super schöne Zeit in Australien bin ich sehr dankbar. Die Gastfreundschaft wie auch die Unterstützung bei so Vielem hat mich sehr berührt. So wurde aus den 18 Monaten in Brisbane etwas ganz Besonderes, das ich tief im Herzen mit mir trage. Bei Jeannine steht jetzt der Umzug nach Deutschland und bei mir die Fortsetzung meiner Segelreise an.

Lange trieb mich der Gedanke um wie es weiter gehen soll. Nun habe ich mich für den zweiten Teil der WORLD ARC angemeldet. Im September wird es losgehen. Jetzt geht es zunächst wieder nach Hamilton Island und die geliebten Whitsundays. Dort wird auch meine neue Crew für die Weiterreise nach Norden und dann Westen Anfang Juli anreisen.

Brisbane mein aktuelles Zuhause

Brisbane 24. April 2026.

Seit März bin ich zurück in Brisbane und freue mich hier zu sein. Die Anreise war etwas aufregender. Gebucht war für 5. März ein Flug bei EMIRATES mit mehrtägigen Stopover in Dubai. Tja, dann fing der kriegerische Konflikt im Nahen Osten etwas zu früh an. Das Ticket wurde nach langem Überlegen etwas umgebucht und der Aufenthalt vor Ort ersatzlos gestrichen. Am 09.03.2026 ging es in Frankfurt los.

Mein reizender Abschied in Stuttgart

Die Lounge wie auch die Maschine war fast leer. Die Mitarbeiter kümmerten sich fürsorglich um die wenigen Gäste. Es lag schon etwas Nervosität in der Luft. Vor der Landung in Dubai kreiste die Maschine etwas länger. Vor mir saß ein Pilot, der frei hatte. Den hatte ich im Auge. So lange er ruhig blieb wusste ich es ist alles in Ordnung.

Wir kamen vormittags an, wurden am Gate abgeholt und es ging sehr zügig zur nächsten Maschine. Auch die war ziemlich leer obwohl diese die Gäste von drei anderen Flügen mitnahm. Es ging rasch los. Außen machte alles einen normalen Eindruck.

Wie ich dann bei der Ankunft in Sydney am nächsten Morgen von Freunden aus Deutschland hörte, explodierte wenige Stunden nach meinem Abflug etwas auf dem Flughafen. So war ich rechtzeitig weg und kam dann gut in Brisbane an. Dort wurde ich sehr herzlich empfangen. Würde ich wieder so fliegen, ich weis es nicht.

Hier in der Rivergate Marina lag die Pure Fun während meiner Abwesenheit in besten Händen. Alles war in Ordnung. Vor Ostern war die Pure Fun für Arbeiten wieder aus dem Wasser. Die Mitarbeiter der Rivergate Marina sowie die beauftragten Dienstleister machten einen tollen Job.

Während der Zeit das Boot auf dem Trockenen stand durfte ich bei Jeannine, Andreas und den Kids übernachten. Ich hab es sehr genossen und bin sehr dankbar für die Gastfreundschaft. Wir genossen leckeres Beef aus Tasmanien, das The Butcher in Cannon Hill anbietet. Australischen Wein aus unterschiedlichen Regionen die der CRU CELLAR in der James Street anbietet sowie gute Zigarren, die ich noch in Stuttgart kurz vor der Abreise im Tabacum kaufte.

Ostern war mit der deutschen Community aus Bulimba sehr gesellig. Den einen Tag waren wir am River im Biergarten der Officier Mess zusammen. Den anderen bei Freunden im „Garten“ zum BBQ mit Vollmond Lagerfeuer. Ja dort hat es reichlich Platz für die Pferde, Jetskis und Autos.

Offiziell endet die Zyklon Saison mit dem April. So nutze ich die guten Möglichkeiten hier in der Marina alle Aufgaben am Boot zu erledigen oder auch Nützliches, wie zum Beispiel einen blauen Schutzanzug gegen Quallen, einzukaufen. Es geht gut voran.

Die freie Zeit verbringe ich mit Freunden. Mal am Strand, Main Beach, in der Stadt zum Sundowner auf der Dachterrasse des Casinos oder auch auf dem Wasser in der vorgelagerten Morton Bay.

Bei einem der Ausflüge kam es durch Verkettung von ungünstigen Ereignissen zu einer besonderen Begegnung mit einem schönen neuen Motorboot, einer PRINCESS 72, und deren Eigner. Am Ende ging alles ging gut aus und es gab als Dank ein gemeinsames Abendessen in The Clarence, 51 Fish Lane. Auch ein sehr schöner Ort zum essen und sein.

Besonders war ich von den Tagen auf Stradbroke Island beeindruckt. Die Schönheit der Strände, die Felsformationen, die Wellen und die Atmosphäre haben mich verzaubert.

Insgesamt ist es eine entspannte Zeit und dennoch erreicht mich das Weltgeschehen auch hier in Down Under. Die Tanks sind gefüllt. Vorräte sind angelegt. Es ist warm und sicher.

Es gefällt mir richtig gut hier und noch immer gibt es für mich Neues zu entdecken. Jetzt heißt es jedoch auch Abschied zu nehmen. Nach 19 Jahre Australien zieht Andreas diese Woche zurück nach Deutschland und Jeannine und die Kinder werden Ende Juni Australien auch wieder verlassen und bis auf Weiteres zurück nach Europa ziehen. Ich werde sie sehr vermissen. Jetzt geht’s dann zur fairwell Party ins benachbarte Brewdog. Das ist der nächste Pub der von der Marina zu Fuß erreichbar ist. Für das Taphouse oder die anderen Pubs auf der Oxford street in Bulimba ist ein Taxi notwendig.

2026 startet ganz entspannt

Findeln, 18.01.2026.

Allen Leser dieses Blogs wünsche ich ein gesegnetes, gesundes wie auch fröhliches Jahr 2026.

Auf dem geliebten Gmachje in Findeln verbringe ich diese Tage. In Ruhe und Rückzug lasse ich mich hier treiben. Das Gmachje ist eine kleine Hütte für Selbstversorger, die Freunde von mir vermieten. Hier bereitete ich mich 2022 auf das Leben auf dem Boot vor. Für mich ist es ein Stück Heimat, ein Platz des Rückzugs und Auftankens.


Weihnachten wie auch den Jahreswechsel verbrachte ich ganz entspannt zu Hause in Stuttgart mit Familie und Freunden. Es war für mich eine herrlich friedvolle Zeit.

Wie macht man einen Weltumsegler auf Heimaturlaub glücklich. Man legt von LEGO einen America Cupers zum selberbauen unter den Baum. Die Geduld wurde etwas durch begrenzte tägliche Bauzeiten trainiert. Pro Tag wollte ich nicht mehr als eine der sechs Tüten verbauen damit ich länger Spaß am Entstehen des Bootes zu haben. Nach sechs Tagen war AC Boot gebaut. Der LEGO Bausatz hat mich vom der Konstruktion, von der Anleitung wie auch Detailtiefe begeistert.

Die große PURE FUN liegt in Brisbane und wird dort sehr zuverlässig von der Rivergate Marina betreut. So bin ich da ganz entspannt.

Ja es gibt tatsächlich auch eine „kleine“ PURE FUN. Sie ist eine herrliche X 4.6 die über FASTSAILING.GR zum chartern angeboten wird und in Lavrion liegt. Vom Athener Flughafen sind es keine 30 Minuten in die Olympic Marina. Es ist ein herrlich sportliches wie auch luxuriöses Segelboot mit drei Kabinen in einem wunderschönen Revier.

Mit der Familie segelten wir über Jahre hinweg in den Ferien in Griechenland. Mich hatte die Vielfalt der Inseln, der Windbedingungen, der Distanzen sowie das kulturellen Angebotes und das entspannte Leben begeistert.

Zahlreiche der sonnigen und warmen Segelreviere dieser Welt durfte ich selbst bereisen. Noch immer ist das östliche Griechenland neben Fiji für mich das Toprevier zum cruisen. Ich kann es nur empfehlen es selbst zu ersegeln. Als Leser dieses Blogs gibt es bei Bezug auf mich einen zusätzlichen Rabatt von 10% auf den Charterpreis.