Einmal Pazifik von Ost nach West

Am 08.08.2026 war es soweit. Die SV Prue Fun rundet das Cape York. Dieses Cape ist die nordöstliche Spitze des australischen Festlandes. Hier ist der Übergang zur Torret Street. Hier ändert sich die Farbe des Wassers sichtbar in ein blaugrün und es wird spürbar wärmer. Das Cape ist der Übergang der Ostküste zur Nördlichen Küste von Australien. Es geht seit dem wieder weiter nach Westen.

Laut Wikipedia verläuft die Grenze zwischen Pazifik und dem Indischen Ozean im Bereich des Cape Londonderry und Timor. Dieses Cape liegt in Western Australia und somit westlich von Darwin. Für mich emotional habe ich mit der Rundung des Cape York den Pazifik verlassen.

Dieses Gefühl den Pazifik durchquert zu haben ist für mich Anlass zurückzuschauen. Nach dem ich inzwischen die dritte Logge habe kann ich tatsächlich gar nicht sagen wie viele Meilen es waren. Luftlinie sind es 8.350 nm oder 15.480 km. Das entspricht mehr als drei Mal der Strecke über den Atlantik von Grand Canaria nach Sant Lucia. Der Pazifik ist so riesig, so schön und so faszinierend. Ja ich würde hin.

Nun ein kurzer Blick zurück: Am 09.02.2024 trafen morgens um 05:45 in Colon die Lotsen und Leinenhändler ein um die SV PURE FUN durch den Panamakanal zu fahren. Am selben Tag um 15:31 wurde das MIRAFLORES LOCKS für die SV PURE FUN geöffnet. Das war der Moment in dem Sybille und ich zum ersten Mal den Pazifik vor uns hatten. Voller Aufregung, Neugierde und Freude fuhren wir aus der letzten Schleuse des Panamakanals hinaus in das so weite Blau. Es war so sehr bewegend. Wir hatten Ideen aber keine Ahnung was auf uns zukommen sollte.

Nun, 30 Monate später, ist der Pazifik durchreist und diese Zeit erlebt. Aus Träumen, Ideen und Unvorstellbarem wurde im Laufe der Zeit Gegenwart und inzwischen eine gelebte Vergangenheit. Es war auch ein intensiver Reality check. Bilder wie es in der Südsee sein sollte oder könnte haben sich verändert und auch verfestigt. In Training geübtes und im vorherigen Leben gelerntes kam zum Einsatz.

Es gab große menschliche, medizinische wie auch technische Herausforderungen zu bewältigen. Ja ich ging durch sehr schwere Zeiten auf diesem Abschnitt. Es gab immer wieder Lösungen, Veränderungen wie auch Überraschendes. Wie sehr ich mich auch auf mich selbst wie auch auf meine Begleitung verlassen kann. Ich bin heute mir bewusst wie gut ich über meine Intuition geführt bin.

Es gab so viele Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen, mit unterschiedlichen Werten sowie ganz unterschiedlichen Sprachen und Regeln. Ja ich neige dazu eine Meinung zu haben. Diese hat keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Es sind meine Erlebnisse, meine Gedanken wie auch meine Gefühle die ich hier und in den Gesprächen teile. Auch wenn ich mich als respektvoll und achtsam empfinde durfte ich auf dieser Reise erfahren wie unterschiedlich meine Wahrheiten betrachtet und empfunden wurden. Ja ich habe dadurch auch das eine oder andere Mal die lokalen Gepflogenheiten oder Meinungen was gerade die Political korrekte Formulierung ist nicht ausreichend verstanden oder beachtet. Das bedauere ich.

Genau diese Begegnungen, Gespräche und Beobachtungen schätze ich. Sie sind für mich so ein wunderbares Geschenk dieser Reise. So brachte Stuart in den Marquesas neben dem Cruising mode auch den Satz „Jeder Tag ist ein Lerntag“ / „Every day is a learning day“ in mein Leben. Seit dem ist es hier für alle die mitreisen das gemeinsame Motto. Ja es gibt auf so einer Reise unglaublich viel zu lernen.

Es wird immer wieder meine Komfortzonen berührt, überschritten und neu justiert. Die Komfortzonen wahrzunehmen und auch zu verändern war mein Wunsch als ich mich entschied meinen komfortablen Bürojob aufzugeben und diese Reise ins Unbekannte zu starten. So kam wieder Neugierde, Lebendigkeit und auch Wachstum in neuer Dimensionen in mein Leben zurück.

Auch ein „learning“ ist, sei achtsam mit deinen Wünschen sie könnten wahr werden. So endet heute jeder Wunsch von mir mit „so oder besser“. Damit kann das Universum für mich das Timing und den Inhalt optimieren.

Dieser Lebensabschnitt wurde prägend, veränderte mich und wohl auch das Leben von so vielen die mich im Pazifik begleiteten. Ich bin erfüllt von tiefer Dankbarkeit all dieses erleben und teilen zu dürfen.

Ich sage an dieser Stelle DANK, meiner geliebten Tochter Paula die so beeindruckend ihren eigenen Weg geht, Sybille ohne die ich diese Reise nicht begonnen hätte, Gigi, Ludwig und Sophie, die immer für mich da sind, Anna Louise, Matt und Jeannine, die mir die schönen Seiten ihrer australischen Heimat so persönlich vorstellten, all denen, die mir zu Hause den Rücken frei halten sowie meinen Geschäftspartner die auch über so große Distanzen für mich Verständnis und auch Vertrauen in mich haben, meinen langjährigen Freunden, die in so vielfältiger Form da sind, allen, die mich auf der PURE FUN begleitet haben oder gerade mit dabei sind, Axel wie auch den weiteren Mitreisenden aus der WORLD ARC, Miquel dem ich alles erdenklich Gute wünsche sowie Steen Jorgensen von X-Yachts und all den anderen fleißigen Menschen die an so unterschiedlichen Stellen auf dieser Reise die PURE FUN repariert, gewartet, poliert und verbessert haben.

Für mich ist es nun einfacher mit einer Auswahl an Bildern an mich berührende, besondere Momente zu erinnern.

Port Douglas, Cook Town und Lizard Island

04. August 2026 wir segeln etwas nördlich von Lizard Island in für uns unbekannten Gewässern Die Gegend wird Far North Queensland genannt. Es ist wirklich weit weg von der üblichen intensiven Bebauung und Nutzung der Küsten von Queensland. Hier gibt es Mangroven, Fische, Krokodile und ein paar Boote. Siedlungen oder Ortschaften liegen hinter uns im Süden.

Port Douglas hat uns gefallen. Wir verlängerten unseren Aufenthalt. Es wurde eingekauft, erkundet und getaucht. Wir hatten dort eine schöne Zeit. Einen Abend verbrachten wir im TIN SHED. Eine Gastronomie, deren Gewinne zurück in die Gemeinde fließen. Es war voll und wir fanden nur Platz an einem Hochtisch mit vier Jüngeren. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch bei dem ich viel lernte.

Seit kurzer Zeit gibt es auch von Port Douglas bis zum Cape York eine teilweise asphaltierte Strasse. Dennoch wird Dauer der Reise von Port Douglas nach Cook Town in Tagen und die zum Cape York, der nordöstlichen Spitze von Australien, in Wochen mit richtigen 4WD/ SUV beschrieben. Das sind nicht die SUV (Geländewagen) die für die Stadt gebaut sind sondern die richtigen mit Seilwinden, kompletter Campingausrüstung und Funk. Jedoch auch dann geht keiner ohne einen Buddy los. Der Kumpel im anderen Wagen kann einen dann auch mal aus dem Schlamassel herausholen. Mit solchen Abenteurern der Straße oder besser des Offroads hatten wir in Port Douglas diesen Abend verbracht. Für die sind wir Helden, weil wir nach Cape Town segeln. Für mich sind das Helden, weil die sich mit einem Auto im Outback wochenlang nach Cape York durch kämpfen. Das sind unterhaltsame Typen mit dicken Reifen oder großen Fischen als Motive auf den schnelltrocknenden Nylons.

Letzten Dienstag, 28. Juli, ging es für uns dann in Port Douglas bei leichtem Regen los. Unser Ziel für den Tag war Cook Town. Eine historische Stadt in der Thomas Cook 1770 sein Boot reparierte und nach einem Ausweg aus dem Insellabyrinth des Great Barrier Reef suchte. Die Stadt wurde auf dem Land der Guugu Yimithirr People und insbesondere dem Waymbuurr Clan erbaut.

Cook Town ist von vielem so weit weg. Wir bekamen nach 8 Stunden auf See einen reizenden Empfang. Lil nahm die Leinen an. Nach dem sie hörte, dass wir von Europa sind, erzählte sie uns, dass sie Cook Town in den letzten 35 Jahren nicht ein Mal verlassen hatte. So kommen Welten zusammen und haben sich etwas zu erzählen. Jedoch wird hier oben eine Art Englisch gesprochen, das ich kaum verstehe. So war es Marees Job mir das Gesagte in verständliches Englisch zu übersetzen oder die Dinge direkt zu regeln. Selbst für sie, die aus dem Südosten von Australien kommt, war es manchmal so unterhaltsam, dass sie sich immer wieder das Lachen unterdrückte.

Das erste Abendessen gab es in einem lokalen Pub. Der hatte die reizende Atmosphäre einer Kantine eines Sportvereins. Das Angebot an Essen war wie erwartet. Burger, Salat, Fish & Chips und große Steaks dazu gibt es Bier oder mäßigen Wein. Da die Pure Fun ziemlich vegetarisch ist, wurden auswärts dicke Steaks bestellt. Wirklich besonders waren die weiteren Gäste. Die einen waren schon immer hier. Die hängen ihre Hüte an die Garderobe, trinken und lachten viel bis der kostenlose Bus des Lokals sie wieder heimfährt. Die anderen mit den bunten Sporthemden und den ganz dicken Autos machen eine Pause in der letzten Stadt vor dem Cape. Die sitzen in größeren Gruppen zusammen und beschäftigen sich mit sich selbst.

Nach zwei Nächten in der Stadt, den Museen und dem Botanischen Garten ging es bei Sonne weiter nach Lizard Island. Es war eine rauschende Fahrt. Der Wind nahm immer weiter zu. Wir segelten vor dem Wind mit Groß und Genua. Wie es an so sonnigen Tagen dann halt sein kann, nimmt der Wind immer weiter zu. Der Kurs wird immer tiefer. Auf dem Plotter sehen wir das Boot des Stegnachbarn. Der legte bereits zwei Stunden früher ab. In so Situationen drückt man dann doch noch etwas mehr. Am Ende steuerte ich lieber selbst die 165 Grad von Hand. Das Groß war mit dem neuen Prevender gesichert und es ging mit 10, 11 oder auch mal 13 Knoten mit etwas Surf voran. Selbst in der Bucht war es beim Bergen der Segel noch recht laut. Es hatte halt 26 Knoten und in den Böen mehr. Ja ein Reff wäre durchaus etwas komfortabler gewesen. Aber der Stegnachbar mit seinem älteren Stahlboot war am Ende nur noch kurz vor uns. Später sprachen wir zusammen. Er freute sich vor uns in der Watson Bay angekommen zu sein. Ich sprach meine Überraschung über seine konstant hohe Geschwindigkeit an. Er war wiederum überrascht dass wir keine 14 Knoten gesegelt haben. Die Pure Fun würde doch so schnell aussehen. Tja was soll ich sagen. Ist halt kein Gleiter sondern nutzt auch die Wasserlinie. Er erzählte, dass er mit der Genua und 2.100 Umdrehungen mit der Maschine gefahren ist und uns ständig verfolgt hatte. So war mir seine Geschwindigkeit nachvollziehbar. Es gilt halt wenn sich zwei Segler sehen und startet gleich eine Regatta.

Die Watson Bay ist bei dem vorherrschenden Passatwinden der einzige Ankerplatz. Es wehte reichlich. Selbst in der Bucht waren noch Böen über 27 Knoten zu messen. Zwei Mal war ich in den vier Nächten am Anker und überprüfte dessen Halt. Das kommt bei mir extrem selten vor. Jedoch gab es auch ruhigere Phasen vor Anker und insbesondere auf der reizenden Insel. Nach den 18 Monaten weg von Fiji freute ich mich hier an dem weichen hellen Sand, den vielen Blautönen des Wassers sowie den bunten Hart- wie Weichkorallen. Das Südseefeeling stellte sich zum ersten Mal hier im australischen Pazifik ein. Die drei Reefs zum Schnorcheln können direkt vom Strand aus erreicht werden.

Die runden Granitsteine erinnerten mich an die Florenzbay von Magnetic Island oder an die Seychellen. Es gibt ein paar Wanderwege um die Seglerbeine etwas zu bewegen und schöne Ausblicke von den verschiedenen Lookouts. Lizard Island ist ganz eindeutig hier an der australischen Ostküste mein absoluter Favorit zum Schnorcheln, Seele baumeln lassen und am Strand sein. Von Cairns wird die Forschungsstation und das Resort täglich angeflogen.

Hamilton Island nach Port Douglas

27. Juli 2026. Die SV Pure Fun liegt in Port Douglas im Hafen. Hier im Norden von Queensland mit dem eigenen Boot anzulegen war ein ganz besonderer Moment. 1988 wurde in Port Douglas die Marina eröffnet und ich verbrachte zum ersten Mal als Backpacker ein paar Nächte hier. Es war mein nördlichster Ort an der australischen Ostküste bei meiner Reise als Student.

Seit dem hat sich der Ort zu einer Touristischen Hochburg entwickelt. Gleich zwei Nationalparks, die als UNESCO Weltkulturerbe registriert sind kommen in dieser Region zusammen. Es ist einerseits das Great Barrier Reef und andererseits der Regenwald.

Mich fasziniert hier die Fülle der subtropischen Vegetation, die weite des Strandes und auch die Mischung der Leute. Neben den zahlreichen Touristen leben hier auch viele, die von den Großstädten her gezogen sind.

Ein kurzer Rückblick: Sybille und ich verbrachten letztes Jahr hier besondere Tage. Für uns beide war die Autoreise mit dem Stop in Port Douglas der Abschluss unserer Segelreise von Dänemark nach Australien auf der Pure Fun. Port Douglas und der Rainforest waren 2025 eine sehr schöne Zeit für uns.

Nun, dieses Jahr bin ich mit Maree, Leon und Daniel hier. Zusammen sind wir am 7. Juli in Hamilton Island gestartet und unser gemeinsames Ziel ist mit der WORLD ARC im Dezember in Kapstadt gesund und fröhlich zusammen anzukommen. Wir vier haben uns über FINDACREW.COM in den vergangenen Monaten zusammengefunden.

Maree ist Australierin. Lebt eigentlich in Bermagui, NewSouthWales. War schon als Rangerin für die Australische Biosecurity, in der Hospitality wie auch als Yogalehrerin und Zen Thai Thiatsu Masseurin tätig. Hier auf der Pure Fun sorgt sie für das leibliche Wohl und die gute Stimmung.

Daniel ist Südtiroler. Lebt in Bozen und arbeitet dort als Fotograf und Filmschaffender. Seine Leidenschaften sind neben dem Arbeiten die Berge, Reisen, Segeln, gutes Essen wie auch Wein. So darf ich hier im Blog auch immer wieder Bilder von Daniel einfügen. Ihr werdet sie an der anderen Bildsprache erkennen. Sie sind ausschließlich für den privaten Gebrauch freigegeben.

Leon kommt aus Rhodos. Er hat in Florenz Industriedesign studiert und in Deutschland gearbeitet. In den vergangenen beiden Jahren war er als Skipper auf Katamaranen oder auf eines seiner Motorräder als Tourguide in Griechenland unterwegs. Er bezeichnet die Reise auf der Pure Fun als sein Praktikum fürs Blauwassersegeln. Nebenher nutzt er noch die vielfältigen Möglichkeiten zum Tauchen.

Wir vier sind es gewohnt selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu leben und zu handeln. Die Liebe zum Wasser, zur Natur und zum Segeln verbindet uns. Die ersten drei Wochen und 420 nm liegen hinter uns. In unterschiedlichsten Situationen haben wir uns inzwischen erlebt. So kann es weitergehen.

Zwischen Hamiltion Island und Port Douglas haben wir herrliche Stopps an bekannten Stränden oder Buchten eingelegt. Das ist eine kurze Aufzählung in der Reihenfolge der angefahrenen Punkte. Hamilton Island, Hook Island, Nara Inlet, Airley Beach, Whitsunday Island, Hill Inlet und Whitheaven Beach, Hook Island, Manta Ray Bay und Butterfly Bay, Airley Beach, Gloucester Island, Magnetic Island, Horseshoe Bay, Orpheus Island, Hinchinbrook Island, Zoe Bay, Dunk Island, Fritzroy Island und dann Port Douglas.

Jetzt kommt eine Auswahl von Bildern von diesen herrlichen drei Wochen. Ich wünsche viel Spaß beim Entdecken. Bei weiterem Interesse, Anregungen oder Fragen sind Mail oder Kommentare herzlich willkommen.

Goodbye Brisbane

Hamilton Island, 06.07.2026. Ein intensives Wochenende in Brisbane liegt hinter mir. Es war nun die Zeit gekommen mich in und von Brisbane zu verabschieden. Am Freitag ging es nach einem leckeren Essen an Bord der SV Pure Fun gestärkt zu Fuß zum Flughafen und dann nach weiteren 30 Minuten los nach Brisbane. Hamilton ist gut an die Australischen Metropolen angebunden.

Ein UBER brachte mich zu dem Apartment in der Stadt, genauer gesagt nach Teneriffe. Inzwischen ist UBER meine erste Wahl beim Transport. Ich bin die Überraschungen bei der Preisgestaltung der lokalen Taxis überdrüssig. Dieses Mal entschied ich mich für ein Apartment in einem ehemaligen Lagergebäude in Teneriffe. In diesem gewachsenen Stadtteil von Brisbane verbrachte ich oft Samstags die Vormittage zum einkaufen auf einem Wochenmarkt (New Farm) oder auch der deutschen Bäckerei SPROUD.

Freitag am Abend ging es mit Jeannine auf die Dachterrasse des STAR Hotels / Casino zum Apero und dann im Anschluss dort zum Abendessen. Auf dieser Dachterrasse trafen wir uns immer wieder für einen Apero zum Sonnenuntergang. Es war ein Wiedersehen nach vier Wochen segeln bzw. Haus ausräumen und den Umzug vorbereiten. Jeannine und ihre Familie wird in zwei Wochen nach 19 Jahre Australien wieder nach Deutschland ziehen. So hatten wir reichlich Stoff zu erzählen.

Am Samstag Abend stand dann bei Jeannine am Smith Place ihre Goodbye Party an. Die Aufgabe war die verbliebenen Reste der Bar zu reduzieren. Es kamen Jeannines beste Freude aus der deutschen Gemeinschaft. Sie feiern seit Jahren Karneval, Oktoberfest wie auch verschiedene andere Feste zusammen. Ich durfte in den vergangenen Monaten oft dabei sein. Wir hatten viel Spaß und feierten lange. Es war die vierte Party anlässlich des Auszugs und der Auflösung des Hauses.

Ich danke Euch ganz herzlich für das tolle Wochenende sowie Eure Gastfreundschaft. Ich freue mich Euch wo immer auf der Welt wieder zu treffen.

Back in Hamilton Island

21. Juni 2026 seit heute liegt die SV Pure Fun wieder in Hamilton Island sicher in der Marina. Eine sehr entspannte Passage von Brisbane zu den Whitsundays geht nach 22 Tagen zu Ende. Die 550 nm waren bei stabilem Südost Wind mit meist über 20 kn mit lediglich der Genua ganz zügig und dennoch relaxt auf Vorwindkurs zu segeln.

In Bundaberg gab es nach vier Tagen den ersten Crewwechsel. Ronja flog zurück zu ihrem Boot in Brisbane. Maree reiste am 01.06. von Ihrem Heimatort Bermagui im Südosten von Australien an.

Maree wird die kommenden Monate mit an Bord sein. Sie sorgt für das leibliche Wohl an Bord. Über Findacrew.COM kam ich mit ihr wie auch mit der weiteren Crew, die jetzt in Hamilton hinzukommen wird, zusammen. Die Plattform nutze ich gerne um für Abschnitte meiner Reise qualifizierte Mitreisende zu finden.

Für mich als Skipper war bei dieser Passage die Aufgabe Etappen herauszusuchen die während des Tages gut zu bewältigen waren, mit wenig Schräglage zu segeln sind und für sie Nacht ruhige Ankerplätze zu haben.

Wir segelten im wesentlichen mit Wind von hinten. Die Wellen mit 2 Metern waren in der Kurswahl im Detail zu berücksichtigen. An so manchem Ankerplatz lagen wir geschützt vor den Wellen. Oft pfiff es dennoch auf der Leeseite der Inseln nachts mit 25 + kn im Rigg.

Stopps wurden an diesen Orten eingelegt.

Bundaberg Marina, Bustard Head / 1770, Heron Island, Humpy Island, Keppel Bay Marina, Pearl Bay, Hexman Island, Curley Island, Scawfell Island, Goldsmith Island, Thomas Island, Whitehaven Beach / Whitsunday Island and Hamilton Island Marina.

All die Inseln liegen in der Coral Sea und gehören zum Great Barrier Reef. Mal blieben wir nur ein paar Stunden über Nacht oder hingen auch mal ein oder zwei Tage daran. Lediglich Heron Island ist bewohnt. Dort gibt es eine Forschungsstation mit angeschlossenem kleinem Ressort. Leider war während unseres Aufenthalts der Schwell so hoch, dass an kein Landgang zu denken war. Leider – all zu gerne hätte ich dort geschnorchelt.

All die Inseln sind für australische Verhältnisse landschaftlich besonders reizvoll. Sie stehen meistens unter Schutz. Nun habe ich schon einiges gesehen. Die sind ganz schön. Jedoch fehlte mir das Leben. Ein herzliche BULA BULA wie es in Fiji so herzlich einem als Gruss entgegen gerufen wird habe ich sehr vermisst. Dafür haben uns auf dem Weg besondere Tiere begrüßt oder verabschiedet. Sie gaben uns als Krafttiere Botschaften mit auf den Weg. Besonders berührten uns die Begegnung mit Pied Butcher bird, Delfine, Wale, Schildkröten und nun noch Dugongs.

Anders als in der Südsee gibt es auf den Inseln hier nirgendwo Früchte oder anderes Frisches um die Vorräte aufzufüllen. Maree hatte vorgesorgt und wunderbares zum Essen zubereitet. Oft roch es lecker nach frischen Brot oder Gebäck.

Hier auf Hamilton stehen nun noch ein paar Arbeiten sowie entspanntes Inselleben an. Am 7.7.wird es weiter in den Norden gehen.