Abschied von Indonesien

Medana Bay Marina, Lombok, 18.09.2026 heute bereiten wir uns auf den Abschied von Indonesien vor. Der letzte Blogbeitrag liegt schon wieder 19 Tage zurück. Hier auf der Pure Fun verbrachten wir die Tage ganz entspannt. Rund um Flores und Komodo laden so viele Inseln zum Schnorcheln, Tauchen, Segeln und für Landausflüge ein. Es ist herrlich – wie Urlaub.

Eigentlich hatte ich nicht vor mehr als das Minimum an Zeit in Lombok / Indonesien zu verbringen. Mich haben Maree und Daniel zu dem Besuch der Komodo Warane überredet. Jetzt rückblickend bin ich so froh mir einen Eindruck von Westtimor, Flores, Komodo Inseln, Lombok und Bali vor Ort gebildet habe.

Die Unterwasserwelt bei Flores hat mich sehr begeistert. Für mich ist sie absolut mit der in der Südsee vergleichbar und eine Reise wert. Die meisten Touristen übernachten auf speziellen Booten. Die Touren dieser Lifeaboard Boote sind sehr vielfältig, beliebt und bieten Natur- und Wasserfreunden ein sehr breites Spektrum an.

Einer der sehr beliebten Programmpunkte ist den Sonnenuntergang auf der Insel Palau Padar zu erleben. Als wir am frühen Nachmittag dort ankamen war die kleine Bucht noch ziemlich leer. Eine Stunde später lagen 20 dieser Lifeaboard Boote eng neben uns und hunderte gingen wie eine große Karawane den Berg zum Aussichtspunkt hoch. Die Menschen, die Inselwelt, die vielen Farben des Wassers, die sehr eng liegenden Boote sowie die untergehende Sonne zu sehen war sehr beeindruckend.

So schön es auch auf Padar war, war es uns doch deutlich zu eng und die Chance am nächsten Morgen auf der Nachbarinsel endlich die Warane zu sehen zu verlockend. Ein kurzer Blick auf den Tidekalender legte eine spätere Abfahrt um 21 Uhr nahe. Es war 18 Uhr. Es lagen 15 nm vor uns. Ein zeitiges Ankommen nach zwei, drei Stunden in der unbekannten Bucht war der Wunsch. Wir legten ab. Der Anker lag unter dem Boot vor uns. Das war manövrieren auf sehr engen Raum. Es ging konzentriert und im Einklang mit dem Nachbarn ohne Probleme von statten. Auf dem Weg zum nächsten Ankerplatz liegt zwischen zwei kleinen Inseln ein enger Kanal. Predictwind zeigte zu der Zeit um die 4 kn Strömung gegen uns an. Als wir dort waren war es richtig dunkel. Ein herrlicher Sternenhimmel lag über uns. Das Steuern und Navigieren forderte von Daniel und mir hohe Konzentration. Es zog ein achterlicher Wind mit 20 kn auf. So wurde rasch die Genua ausgerollt. Ja es war dunkel. Es war eng, links und rechts lagen Flachstellen. Wenige Lichter waren in weiter Ferne vereinzelt zu sehen. Der Motor lief schneller als sonst. Das Segel war voll. Beides reicht jeweils normalerweise für 8 kn Fahrt. Jedoch in der Engstelle wurden wir immer langsamer. Über Grund ging die Geschwindigkeit immer weiter zurück. In der Spitze lag sie bei 0,8 kn über Grund. Ja wir hatten leider über 8 kn Strömung gegen uns und das ohne wirklich etwas zu erkennen. Ein neues Erlebnis selbst für mich. So wurde aus der Spazierfahrt von Padar nach Rinca ein abendfüllendes Erlebnis. Um 23:30 fiel der Anker .

Am nächsten Tag sahen wir beim Besuch des Nationalparks auf Rinca die Warane. Sie sind wirklich sehr beeindruckend. Die fressen lebende wie auch tote Tiere. Einen konnten wir beobachten, wie er am Rückenkochen eine Büffelskelett nagte. Das wirkt sehr kraftvoll.

Nach ein paar herrlichen Tagen in Labuan Bajo und der Komodo Gruppe hieß es früh am morgen zum Sonnenaufgang abzulegen und weiter Richtung Lombok zu fahren. Auf dem Weg gab es herrliche Stopps in der Crystal Bay von Gililawa Laut zum Frühstücken, Torotingeh, Sumbawa über Nacht und Pulau Satonda um im schwefligen Salzwasser des Kratersee am Morgen zu baden.

Auf Lombok gab die World ARC den Treffpunkt in der Medana Bay Marina vor. Hier standen ein paar Arbeiten am Boot, das erste Zusammenkommen mit den Booten der World ARC sowie Landausflüge an. Das verlängerte Wochenende nutzte ich um mir einen ersten Eindruck von Bali zu verschaffen. Mit der Schnellfähre ist es eine zweistündige Fahrt.

Auf den ersten Blick hat Bali einen sehr eigenen friedvollen wie auch touristischen Charakter. In Ubud war eine Sitzung bei einem traditionellen Trancehealer vereinbart. Ich ging sehr neugierig hin und kam sehr beeindruckt zurück. Hätte ich es nicht selbst gespürt würde ich es kaum glauben, dass mit dem Auflegen von Fingern eine solche Hitze entstehen kann. Selbst jetzt fünf Tage danach sind die Brandstellen auf meiner Haut zu sehen. Dieses wie auch Ubud an sich hat mich in Summe wirklich sehr positiv überrascht.

Am Mittwoch kam Florian als weiteres Crewmitglied zu uns. Er ist Südtiroler und segelt schon länger mit Daniel. So sind wir für die anstehende Überquerung des indischen Ozeans gut gerüstet.

Ich freue mich auf die 3.500 nm bis nach Mauritius. Am 19.09. wird es mit der Flotte der WARC nach Christmas Island los gehen.

Eine Reise von Darwin nach Komodo, Teil 3

Komodo, 30.08.2026, es liegen 200 der 270 nm von Kupang nach Komodo hinter uns. Der Diesel unterstützt sehr fleißig, zuverlässig und ausdauernd die Segel. Wir haben Zeit, dösen, schreiben, bearbeiten Bilder, Essen, feiern Marees Geburtstag und schlafen zwischen durch.

Eine von Daniel Passionen ist die Fotografie. So hält er Momente für sich fest und gestalte Bilder. Hier darf ich eine Auswahl seiner Momentaufnahmen einstellen. Sie erzählen als dritten Teil die gleichen 7 Tage, die Marees zu der Wortcollage oder mich zu meinen Sätze motivierten. Viel Spaß beim entdecken.

Von Australien nach West-Timor, Teil 2

Komodo, Sonntag, 30.08.2026 wir kommen von Kupang, indonesischer Teil von Timor und segeln die 275 nm nach Komodo. Eine weitere Nacht auf See ging vorhin zu Ende. Es war seit letzten Montag die vierte Nacht mit vollem Mond, ruhigem Wetter, Sternenhimmel, unendlichem Blau und Wachwechseln.

Vor einer Woche lagen wir noch in Darwin in der Cullen Bay Marina. Erholten uns von der Party am Tag zu vor und bereiteten uns auf die Abreise am kommenden Morgen vor. Die Schleuse der Marina war für 08:30 Uhr und der Australische Grenzschutz (ABF) für 09:30 Uhr gebucht. Dazwischen waren noch 600 Liter Diesel zu tanken.

Alles klappte wie geplant. Der ABF kam wie verabredet. Drei Zöllner in schwere Uniform mit Koffern, Bodycam und Pistolen bestückt warteten auf uns. Wir wurden über den Ablauf wie auch die kontinuierliche Aufnahme der Überprüfung mit Kameras informiert. Es wurde sehr gründlich und freundlich gearbeitet. Nach 30 Minuten Interview und Durchsuchung wurden wir informiert, dass alles in Ordnung sein und wir nun das Land schnellstmöglich zu verlassen haben. Es war für die drei schweisstreiben, die Köpfe wurden rot und dennoch wurde das Angebot von Wasser abgelehnt. Zu der grosszügigen Auswahl an Australischen Weinen an Bord gab es lediglich eine anerkennende Bemerkung.

So weit war der formale Akt erledigt. Ich bedankte mich bei den dreien als Vertreter des Landes, bei dem ich mit der SV Pure Fun zu Gast sein durfte. Danach wurden wurden wir mit Handschlag verabschiedet. Wir legten zügig ab. Sehr wertschätzend empfand ich es, dass uns von der ABF die Leinen gereicht wurden. Das war sicherlich ausserhalb des offiziellen Protokolls.

Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein raus auf die ruhige offene See. Es war für mich ein sehr bewegender Moment. Als Freund der Numerologie fiel mir erst da auf, das ich auf den Tag genau nach 22 Monate Australien verlassen habe. Nicht nur das, die Einreise war am 24.10.2024 und die Ausreise am 24.08.2026. Beide Daten haben in der Summe der Ziffern auch jeweils die 22. Die Bedeutung werde ich wohl erst noch begreifen dürfen. Nun um mit der Zeit zu gehen greife ich das auf. Ein besonderer Abschnitt meines Leben endete. Eine neue Phase in meinem Leben zeichnete sich ab.

Ich weiß nicht wie es Euch geht. Mir begegnet immer öfters „go with the flow“. Offen gesagt tue ich mich ab und an schwer damit. Hier an Bord unterhielten wir uns über den Flow. Es kamen vielfältige Betrachtungsweise zusammen. Das ist hier aktuell die Art mit dem Flow zu reisen:

Wir nutzten die reichliche Strömung, den Flow des Wasser, die leichte Brise, den Flow des Windes, und den Diesel, als Flow der Schwaben, um schneller durch die Timor See unserm Ziel Kupang, Westtimor, näher zu kommen.

Die 440 nm nach Kupang waren erfüllend, bewegend und so kurzweilig. Das Wasser der Timor See ist so tiefblau, klar und sauber. Zwei wirklich große Gruppen an Delfine sowie ein Schwarm mit acht Haien besuchten uns und zahllose kleine Krebse ruderten an uns vorbei. Der Mond beleuchtete uns das Meer um sicher und leichter mögliche Fischer zu entdecken. Auf dem Deck bei 27 Grad zu liegen um im klarem Nachthimmel Sternschnuppen zu erspähen kann so erfüllend sein. So gingen auch die vierstündigen Einzelwachen dieser drei Tage vergnüglich vorüber.

Um unsere Einreise in Kupang kümmerte sich Matthew als Agent vor Ort. Mit seinen lokalen Kenntnissen hatten wir bis zum selben Nachmittag alle Stempel der verschiedenen Behörden und konnten uns frei bewegen. Er organisierte uns 200 Liter Diesel frei Boot, einen persönlichen Fahrer sowie jemanden der unseren Tender am Strand bewacht und unterstützte uns während der beiden Tage vor Ort alles mögliche zu erledigen.

Zwischen Australien und Westtimor liegen 720 km und dennoch Welten. Es riecht anders. Es sieht anders aus. Die Menschen verhalten sich so anders. Die Lebenssituationen sind so verschieden. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind sehr verschieden. Für uns bedeutete diese dreitägige Reise auf dem Meer der direkte Übergang von einem hochregulierten erste Weltland in die dritte Welt. Ich kann es noch kaum in Worte fassen. Es fühlt sich lebendig, geschäftig und heiter an.

Von Kupang mit seinen geschätzten 450.000 Einwohner geht aktuell nach Komodo. Der Heimat der Riesenechsen sowie besonders reizvoller Unterwasserwelten. Es ist aufregend und prickelnd.

Von Darwin nach Komodo, Teil 1

Komodo, 30.08.2026. Es ist Sonntag. Wir, Maree, Daniel und ich, reisen von Darwin nach Komodo. Vom Australische Grenzschutz ( ABF) lange begleitet führen uns 720 nm in das so andere Indonesien. Entspannte, aufregende, inspirierende wie auch berührende Momente, Gespräche und Beobachtungen erleben und teilen wir. Menschen, Tiere, Pflanzen und die Elemente begegnen sich. Jeder von uns geht anders damit um. Maree sammelt Begriffe, Daniel hält öfters Momente mit der Kamera fest und ich bin staunend dabei, daneben und mitten drin.

Jetzt kommt das was Maree über WhatsApp mit Ihrer Community teil:

„I must be a mermaid… I have no fear of depths and a great fear of shallow living“ Anais Nin

To close your eyes and to be transported
More communication
Early morning rain in the dry season
Let things flow
Learning to trust the uncertainty
Fresh cuts.. who am I?
It’s time to revise the contract
Transition periods are uncomfortable
Shadows
Refueling with 600 litres of diesel
Definition of interrogate? ABF seem well trained
Offering the ocean a gift from the past…
Moving on up
Surreal
Eyes of wonder
Captivated
These colours
Patterns of lifetimes slowly vanish
It’s cake time
Smoooooothies
Contemplation
Booby is circling us…
Pastel sunset
Sparkles
Kaffir barramundi n crunchy asian snake bean salad
Learning to begin again…
Evocative sea creatures
Water deities
Mysterious
Mermaid myths
Surrender and settle into the trip
Limen
Blue velvet as far as the eyes can see
As calm as a freshwater lake
1am check-in by ABF… who, what, where, why, how?
Banded Sea snake 80NM offshore
Clearest of clear water
Sharks out in force…one two three four five and six! I think it’s a shiver of sharks
Another low fly over visit from ABF…I think they are over resourced!
Mobs of mini crabs swimming on by
Dwarf Spinner Dolphin with squeaks and dancing
Wonders of the deep
Night time sailing under a full moon
Propeller fish or flying fish are so cool
Indonesian Border Force…with a bright green tarpaulin. Perhaps we could send our neighbours some funds and resources.
And it was all yellow
East Nusa Tenggara check-in it was all about the selfies, video content of taking down the yellow flag, gifting bright juicy lemons and a sailing cap. It was like watching a documentary being made rather than customs officials at work! It was GOLD.
Halyard replacement with splicing and spiffy tools
Grilled market fish, papaya flower salad, fresh juice
Fuel transportation to remote islands
Our own fuel delivery
Tropical grown fruits taste real and delicious
48 elliptical orbits
Personal coffee and lyndt chocolate room service
Passionfruit and juicy mango
Limoncello, champagne and sparkling aqua
Share plates for lunch….mmmm…cheeeeeese
Drawn to the sea
Vibrant and playful
I feel like a queen“

Von Maree Petrow

PS: die letzten Zeilen beziehen sich auf ihren gestrigen Geburtstag.

Jetzt geht’s los

Darwin, 23.08.2026, ja jetzt geht’s los nach Indonesien. Nein nicht genau jetzt, sondern erst morgen früh um 08:30 Uhr ist die Durchfahrt durch die Schleuse der CULLEN BAY MARINA gebucht. Dann sind die Tanks noch zu füllen und die Clearance mit dem Australischen Zoll sowie Küstenwache zu erledigen. Das wird der letzte formale Schritt in Australien sein.

Mit viel Neugierde betrat ich am 24. Oktober 2024 den Steg in Bundaberg. Am 24.08.2026 werde ich Australien in Darwin Richtung Kupang, Westtimor verlassen. Mein Leben hat sich hier verändert. So viele Wünsche haben sich erfüllt. Ich bin in vielerlei Hinsicht gereift. Türen schlossen sich und überraschende, neue Türen haben sich geöffnet. Jeden Tag freue ich mich auf das Neue für all die Begegnungen und Erlebnisse.

In Summe werden wir 10 Tage in Darwin gewesen sein. Darwin zeigte sich mir bei diesem Aufenthalt von einer ganz anderen Seite als im März 2025. Die Temperaturen liegen während der trockenen Winterzeit zwischen 24 und 32 Grad. Meistens weht eine angenehme Brise.

Eine ganz besondere Überraschung wie auch Freude war dass Marco für ein Wochenende von Brisbane nach Darwin kam. Wir verbrachten in den vergangenen beiden Jahre auf der Pure Fun wie auch in Brisbane viel Zeit miteinander. Es war sehr bewegend uns nun nochmals kurz vor der Abfahrt von Australien in Darwin zu treffen.

In der Cullen Bay Marina haben wir einen geschützten Liegeplatz. Die Marina ist gut organisiert und bietet zahlreiche Restaurants im Hafen mit Blick auf die Boote. Der Ort liegt etwas am Stadtrand jedoch ganz geschickt zwischen den Märkten am Mindel Beach wie auch dem Parap Market sowie zum Museum and Art Gallery of Nothern Territory auf der einen Seite und der Innenstadt auf der anderen Seite.

Neben diesen regelmäßigen Attraktivitäten fand während unseres Aufenthalts das DARWIN FESTIVALS statt. Das Festival bietet den Rahmen für den mit 100.000 AU$ dotierten Kunstpreis für Aboriginal Art. Das Programm ist ein buntes Angebote an Musik, Theater, Performances, Akrobatik und Kabarett. Über die Jahre hat sich das Festival einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Künstler wie auch Besucher aus ganz Australien kommen hier in den drei Wochen zusammen. Für uns haben sich die Besuche der Kunstausstellung wie auch von verschiedenen Aufführungen absolut gelohnt.

Hier in Australien begegnet man immer wieder der Frage wie mit der Historie der weißen Einwanderer und dem Verdrängen der Ureinwohner heute umzugehen ist. Mein sehr reduziertes Bild zu der Situation setzte sich aus meinen Beobachtungen im öffentlichen Raum und verschiedenen Gesprächen zusammen. Insbesondere hier in Darwin war ich mit den zahlreichen Aboriginals, die auf der Strasse leben, konfrontiert. Oft waren die Situationen erschreckend, abstossend und irritierend. Einige Male war ich überfordert.

Aus den australischen Medien hörte ich wie viel der Staat für die First Nation jährlich ausgibt und tut. Es sind beeindruckende Summen und Zeichen. Zum Beispiel werden vor allen bedeuteten Ereignissen die Aboriginals gewürdigt. Städte und Plätze bekommen wieder traditionelle Namen. Gesetze werden auch gegen Ergebnisse von demokratischen Wahlen zu Gunsten der First Nation verändert. Bei mir hatte sich dennoch der Eindruck verfestigt, dass sich in den vergangenen 38 Jahren die Situation der Ureinwohner kaum verbessert hat. Mich bewegte das sehr.

Seit Tagen ging mir durch den Kopf welchen Nationalpark ich noch anschauen soll und wie ich mehr zum heutigen Leben im Busch erfahren könnte. Während des Festival ergab sich in der Warteschlange zur Aufführung des Kabarett LOCA VIDA ein Gespräch mit einem Paar. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass Greg und Tess hier leben, als Ranger lange tätig waren und nun indigene Touren anbieten. Zufälligerweise waren beim nächsten Tagesausflug noch genau drei Plätze frei. Das sah ich als Zeichen. Also buchten wir bei Nothern Tours Indigenous Tours die Plätze. Ntitoirs.com.au kann ich absolut empfehlen.

Zwei Tage später ging es morgens zeitig los. Der Litchfield Nationalpark war das Ziel für den Tag. Greg kommt aus der Gegend von Sydney. Tess ist Aboriginal. Sie ist hier im Busch geboren. Hatte Glück und Mensche, die sich für sie einsetzten. Heute ist sie Unternehmerin und vielfältig engagiert. Irgendwann hatte sich Tess für den weißen Weg entschieden. Ein Teil ihrer neun Geschwister leben auf der Straße, suchen ihren Platz und haben auch persönliche Erfahrungen mit Gefängnissen. Es war ein überaus informativer wie auch bewegender Tag. Aus erster Hand zu erfahren wie noch immer in Australien mit der Indigenen Bevölkerung und ihrer Kultur umgegangen wird, ist für mich befremdlich. Zwischen der Karibik und hier gibt es zahlreiche Beispiele wie es respektvoller und versöhnlicher geht. Möge es sich auch in Australien weiter zum Guten wenden.

Für uns geht es weiter. Leon hat sich vor ein paar Tagen verabschiedet. Maree, Daniel und ich arbeiten Hand in Hand zusammen. Die Jobliste ist abgearbeitet. Die Vorräte an Lebensmitteln und Getränken sind aufgestockt. Es ist alles sehr entspannt.

Die Pure Fun und wir sind auf die weitere Reise nach Westen vorbereitet. Mir geht es gerade hier auf der Pure Fun so gut wie wohl noch nie zuvor während dieser Reise. Sie ist in einem wunderbaren Zustand. Es kann morgen los gehen. Wir freuen uns darauf.