Zurück in Australien, schlechte Stimmung mit X-Yachts und Crew is wanted

Sydney, 13. Juli 2025. Seit wenigen Tagen bin ich zurück in Australien. Beim Besuch bei Matt im Norden von Sydney sah ich neben dem Hunter Valley auch schon die ersten Wale aus der Ferne.

Dieses Wochenende verbringe ich in Sydney, alleine so wie es vor 37 Jahren bei meinem ersten Besuch auch war. Im Unterschied zu damals kann ich mir heute ein Hotel neben der Oper leisten. Damals als Student saß ich auf der anderen Seite der Harbour Bridge in einem Backpacker Hostel mit mehreren zusammen in einem Zimmer und träumte davon mal auf der Seite der Oper Urlaub machen zu können. Nun bin ich zurück und erkunde THE ROCK und Manly Beach.

Die Ferien in Deutschland wurden länger und länger. Es war herrlich zu Hause mal wieder Zeit mit Familie und lieben Freunden zu haben. Und Deutschland ist für mich in dieser Zeit des Jahres so wunderschön.

Hier in Australien wurde während den drei Monaten die Pure Fun für die nächsten Reisen fit gemacht. Morgen werden die letzten Arbeiten im Trockendock abgeschlossen. Dann geht es endlich wieder zurück ins Wasser.

Es war mehr zu tun als gedacht und es zögerte sich hin. Mit ein Grund, für den schleppenden Verlauf der Arbeiten liegt in Dänemark. Die X 5.6 ist ein herrliches Schiff.

ABER der Service von X-Yachts wird immer schlechter. Der aufmerksame Leser erlebte so manche technische Herausforderung an dem neuen Boot mit. Jetzt nach drei Jahren sind auch alle Punkte meiner Mangelliste abgearbeitet.

Zum Anfang war die Werft bemüht die unerwartet vielen Probleme bei der Qualität zu beheben. Derzeit werden meine Mails mal wieder nicht bearbeitet. Anfragen bleiben unbeantwortet und technische Probleme sind direkt mit den Lieferanten oder weil die Werft nicht weiterkommt mit Gutachtern zu klären.

Ich wurde schon oft gefragt, ob ich mir das Boot wieder kaufen würde. JA das Boot ist super! Würde ich mir wieder eine neue X-Yachts kaufen? Bei der derzeitigen Geschäftspolitik NEIN.

Wie und mit wem wird es nun weitergehen ist die große spannende Frage. Ich weiß es noch nicht. Klar ist in zwei Wochen heißt es „Leinen los“ und es geht nach Norden zu den Whitsundays.

In der Hamilton Island Marina ist der Liegeplatz bestätigt. Damals, Anfang April 1988, war ich als Kojenmieter für ein paar Stunden auf dieser herrlichen Ferieninsel. Es reichte für einen Drink im Pool. Jetzt habe ich mehr Zeit und möchte dieses Archipel genießen.

Wie es danach weitergehen wird ist noch sehr wage. Wahrscheinlich ist es, dass mich nach ein paar Wochen im Great Barrier Reef der Süden nochmals rufen wird. Ob es bis nach Sydney, Tasmanien oder gar Neuseeland gehen wird, wird sich zeigen. Neben meinen eigenen Ideen hängt es auch von den Personen ab die mitreisen werden.

Ja Mitreisende sind gesucht. Je nach dem wie sich die Crew zusammensetzen wird, werden die Reiseziele ausgewählt. Unter den Lesern sind auch viele Segler. Ihr seid herzlich eingeladen ein Stück des Weges mitzureisen. Da werden auch Abschnitte dabei sein für die weniger Segelerfahrung notwendig sein wird. Nur zu, meldet Euch. Kommt auf mich zu und dann sehen wir wo es passt.

Nachtrag zu Silvester: Martinique und ein glückliches gesundes neues Jahr 2024

Wir feiern auf Domenica am Strand mit Barbecue. Berichten dann Morgen wie es war.

Heute ist Silvester….wir schauen zurück auf ein aufregendes Jahr. So viel schönes durften wir erleben. Segelabenteuer auf den Kanaren, Madeira und im Mittelmeer, Paulas Bachelor Feier, Mathias 60. Geburtstag, die Atlantiküberquerung und vieles mehr. Dafür sind wir sehr dankbar. Vielen Dank an all die lieben Menschen die uns im Jahr 2023 begegnet sind und uns begleitet haben. 😃🥰🙏. Gespannt starten wir ins Jahr 2024. Das sicher nicht weniger aufregend, Abwechslungsreich und bereichernd werden wird. 🪅

Da wir nicht immer Internet haben kommt erst heute wieder ein Beitrag.

Die Weihnachtstage haben wir zusammen mit Lisa, Maren und Gorm von der NICA auf Martinique verbracht. Wir lagen in einer ruhigen netten Bucht (LES ANSES-D’ARLET)und genossen die Ruhe. Schnorcheln, baden, essen und schlafen. Sehr angenehm.

An Heiligabend waren wir auf der Nica eingeladen und hatten einen schönen Abend mit vielen festen sowie flüssigen Leckereien.

Maren und Gorm von der NICA
Mathias mit Lisa von der NICA

Am 27.12. segelten wir Richtung Norden nach St.-Pierre. Dort trafen wir Lisa von der NICA wieder. Sie kam mit dem Bus. Am nächsten Morgen um 7:00 Uhr wollte sie eine Wanderung zum Vulcan Pelee 1395m beginnen. Ich schloss mich gerne an. Wir fuhren ein Stück mit dem Bus und mussten dann 30-45 min bis zum Ausgangspunkt der Wanderung bergauf laufen.

Von nun an ging es 3 Stunden steil über viele Treppen 800 m nach oben. 🤩 wunderschöne Natur, etwas mystisch durch die Nebelfelder und Vorallem sehr, sehr anstrengend.

Oben angekommen war uns klar, dass wir diesen Weg nicht zurück gehen möchten. So entschieden wir uns für den bequemeren, jedoch längeren Weg zum Meer nach Le Précheur. wir liefen viele Stunden durch einen sehr urwüchsigen Regenwald. Immer wieder war nur ein schmaler Pfand, beinahe zugewachsen vom grün der Pflanzen. Der Untergrund war immer wieder glitschig. Wir kamen Beide an unsere körperliche Grenze…🥵nützte ja nix…Päuschen machen und weiter gings. In Le Précheur, das wie ausgestorben wirkte, gab es weder Eis noch Cafe. 😰. Lisa, die erprobte Weltenbummlerin hielt den Daumen in Richtung St. Pierre und schon das erste Auto nahm uns mit.

So waren wir nach 10 min in unserer Bucht und bekamen unser wohlverdientes Eis. 🍦AmAbend aßen wir in der Strandbar direkt am Boot.

Lisa übernachtete auf der PureFun und fuhr am nächsten Tag mit dem Bus zurück.

Wir legten um 8:30 Uhr ab Richtung Domenica.

Drei Tage Muskelkater, schöne Erinnerungen und ein stolzes Grinsen im Gesicht bleiben mir von dieser Wanderung. Danke Lisa, es war toll mit dir.

Endlich wieder unterwegs

Autor Mathias, Fotos Sybille

Endlich war es am Donnerstag soweit. Eine besondere Zeit im RCNP dem königlichen Yachtclub in Palma ging zu Ende. Morgens wurde noch Frisches eingekauft und die letzten Arbeiten an der Technik abgeschlossen. Frei ohne konkrete Termine ließen wir nach dem Mittag RCNP hinter uns im Kielwasser. Ein leichter Wind schob uns in der Bucht von Palma voran. Am Horizont waren verschieden Gruppen von Segelbooten mit schwarzen Segeln zu sehen. Die COPA del REY wird Ende Juli hier stattfinden und warf ihre Schatten bereits voraus.

Unsere Absicht für diese erste Übernachtung auf dem Wasser war Ruhe haben, baden, blaues klares Wasser und etwas Platz zum Nachbarn. Nach einigem Abwägen fiel unsere Wahl für diesen ersten Schlag auf die weite Sandbucht Es Trenc im Südosten von Mallorca. So lagen 24 nm vor uns. Genau das Richtige für uns, wenig Welle, etwas Wind, Sonne und Wärme mit einem reizenden Ziel vor Augen. Zu zweit zogen wir unsere Bahn. Sybille auf der hohen Kante sitzend die Sonne und den Wind spürend. Mathias abwechselnd am Steuer, am Ipad oder neben Sybille sitzend, herunterkommened.

Am Abend fiel der Anker in eine helle Fläche Sand im azurblauen Wasser. Bei 8 Meter Tiefe wurden 50 m Kette gesteckt. Es folgte voller Freude der Sprung in diese riesige Badewanne mit so schönem warmem, salzigem und klarem Wasser. Danach duschen, trocknen an Deck, schauen was so alles um einen herum in der Bucht zu sehen ist. Ankommen im Urlaub auf dem Boot. Zum Sonnenuntergang gab es aus Sybilles Küche leckere Hühnchenschlegel mit Reis. Endlich mal wieder zu Hause essen. Nach sechs Wochen Gastro gibt das so ein Gefühl von daheim und selbstbestimmt.


Nun liegt der Anker schon den vierten Tag an der gleichen Stelle. Die Bucht ist die Selbe. Lediglich der Verkehr auf dem Wasser während des Tages wie auch ein Teil der Nebenlieger ändern sich.

Und was tun wir so vor Anker. Nichts. Einfach nichts. Okay fast nichts. Etwas telefonieren mit der Familie oder Freunden. Blogs und ein paar Mails durchschauen. Die Muskeln mit der Blackroll oder Yoga geschmeidig halten. Viel schwimmen und schlafen, auf und unter Deck, sowie essen und trinken, insbesondere viel Wasser. (Sybille:😜)

Für lesen ist etwas mehr Raum als in den Wochen davor. Uns beide spricht gerade das Buch EIOLO und IRNADA der Dialog von Gerhard Praher an. Gleich ob Fiktion oder nicht es ist für uns inspirierend.

So ganz im Jetzt bleiben wir nicht. Gedanken, wie nutzen wir die weitere Zeit bevor es Anfang August zurück auf die Kanaren gehen wird, gehen durch den Kopf. Ja Ekke und Maria sowie Gunther in Sardinien zu besuchen stand ganz oben auf der Liste. Der Wettercheck war ernüchternd. Es wurden 5 Tage Flaute für diese 330 nm vorausgesagt. Das hiese zwei Tage motoren und dabei wollten wir doch endlich wieder segeln. So wurde schweren Herzens das Wiedersehen abgesagt und wir bleiben heute nochmal hier.

So vergehen die ersten Tage vor Anker im azurblauen Wasser mit Sandstrand, Karibikfeeling in Europa. Weshalb das Gefühl karibisch genannt wird, ist bei längerem Nachdenken unklar. Dieses MEDgefühl der Wärme, sauberes klares Wasser, heller Sand, leckeres Essen und Trinken, Zirpenlauten, dem stetigen Wind gepaart mit Sicherheit und Sauberkeit ist auch richtig toll. Wir werden schauen wie es uns mit den anderen schönen Plätzen auf der Erde mit warmem Wasser, Strand und Wärme gehen wird. Vielleicht erkennen wir dann wie besonders und einzigartig Europa ist.

Sonnenaufgang heute 6:50 Uhr

Endlich mal das X- SUP ausgepackt…lang, lang ist’s her…und dann gehts baden

Neues aus der Bordküche:

Azukibohnen Frikadellen mit Guacamole, Aioli und frischem Blattsalat

Madeira Impressionen

Nun sind wir schon 6 Tage auf Madeira und haben seit 4 Tagen Besuch von Nico aus Stuttgart und Luis aus Litauen. Das Wetter ist herrlich, wir hatten jeden Tag blauen Himmel und 25 °C, kaum Wind….

Am letzten Mittwoch hat uns unser Hafenmeister Daniela zu einem landestypische Mittagessen in ein Restaurant außerhalb von Funchal gefahren. Anschließend zeigte er uns an seinem freien Tag den Norden und Nord-Westen von Madeira.

Nico…..immer in Bewegung…

Typisches Touristen Programm in Funchal. Mit der Seilbahn auf den Berg fahren und dann von Monte sich mit den Holzschlitten runter fahren lassen. Ein kostspieliges, jedoch sehr empfehlenswertes Erlebnis.

Die Markthalle von Funchal.

Das „REI da PONCHA“ ist unser “ last Point of the day“, Besten Dank für den Tipp an Carmen und Andreas. Nach dem Essen noch einen Poncha trinken, oder zwei, oder drei…..das Nationalgetränk hier. Rum Mixgetränk in unterschiedlichen Variationen. Mit Maracuja, Zitrone, Limette, Honig. So viele Vitamine, das ist bestimmt gut für das Immunsystem. 🤣 Das Zuckerrohr wird hier angebaut und zu Rum weiterverarbeitet.

Morgen machen wir eine Ausfahrt mit einem großen Katamaran von SEA BORN um Wale, Delfine und Schildkröten zu sehen. Der Kat liegt im Hafen neben uns, die Mitarbeiter sind sehr nett und haben viel Freude an unserer X-Yacht. So dachte ich, ich lade die Familie zum Ausflug ein. Wir könnten ja auch selber rausfahren, Gast sein ist mal eine Abwechslung für uns.

Urlaubsfeeling auf der PURE FUN

Es geht uns echt gut hier in der Marina Rubicon. Warum sind wir eigentlich noch hier? Ach ja, Hafengebühren waren für 4 Wochen günstiger, Mathias ist ja Schwabe….es ist schön hier und wir warten noch auf Ersatzsegel. Normale Lieferungen sind hier sehr viel aufwendiger. Die Kanaren sind spanisch, aus steuerlicher Sicht jedoch auch etwas ganz besonderes. So geht hier jede Lieferung aus der EU durch den Zoll auf den Kanaren. Die Dauer ist schwer absehbar.

Wir verbringen unsere Zeit mit schlafen, lange frühstücken, etwas Yoga oder Streching und für ein paar Stunden segeln mit anschließendem Baden in der Papagayo Bucht, abends wieder rein in den Hafen mit essen an Bord oder in einer der umliegenden Hafenrestaurants. Richtig gechilltes Urlaubsfeeling.

Am Sonntag den 8.1.23 segelten wir zwischen Lanzarote und Fuerteventura hin und her um die Boote des RORC Transatlantik Race ganz nah erleben zu können.

Heute am 17.1.23 sind die ersten Monohulls schon angekommen, das deutsche Boot Black Pearl mit Stefan Jentzsch kurz vor dem Ankommen. Von außen betrachtet fühlt sich das sehr schnell an.

Natürlich hatten wir auch weiterhin fleißige Helfer an Bord. Manuel unser sympathischer und kompetenter Segelmacher von LANZAROTE SAILS, der eigentlich nie Zeit hat und uns dennoch immer wieder hilft. Auch am Anker benötigten wir nochmal einen Fachmann sowie einen Sensor, das uns von unserem Besuch aus Deutschland mitgebracht wurde. Da das mit dem Postweg hierher sehr langwierig ist, hatten unsere Freunde viele Kilo Gepäck für uns dabei, unsere neuen 230 cm langen Segellatten für die Genua, die anderen hängen noch bei der Abfertigung, wie auch neuen Hochland Kaffee.

Seit letzten Freitag sind Anna und Hanno aus Stuttgart an Bord. Sie wären jetzt, wäre alles nach Plan gelaufen mit uns und Evelyn auf dem Atlantik unterwegs. Die ARC ging letzten Sonntag los, ohne uns. Den Start so aus der Ferne zu erleben war schon nochmal sehr traurig….aber so ist es nunmal.

So genießen wir nun eine gemeinsame Woche hier auf Lanzarote. Gestern hatten wir die Idee 35 nm nach La Graciosa hoch zu segeln, dort über Nacht zu Ankern um am nächsten Tag zurück zu segeln. Da zuvor noch Segellatten gekürzt und in die bereits angeschlagene Genua eingebracht werden mussten, legten wir erst um 13:30 Uhr in der Marina ab. Das war natürlich reichlich spät für diesen Törn.

Auf dem Törn nach La Graciosa hatten wir einen schönen Upwind Kurs mit ca. 20 Kn Wind uns 1-3m Welle. Schönes aktives segeln.

Mir war, da nichts mehr gewöhnt, wie so oft etwas flau im Magen. Das kenne ich schon, dauert ein paar Stunden, dann ist es vorbei. Also beschloss ich mich unten etwas aufs Ohr zu legen. Während dessen dreht der Wind zu unseren Ungunsten und wurde schwächer. So wurde die errechnete Ankunftszeit immer später und am Nachmittag entschieden wir den herrlichen Wind zu nutzen um mit vollen Segeln zügig vor dem Wind in die Marina zurückzukommen. So segelten wir entspannt mit 9 kt Speed vor dem Wind. Es machte so viel Spaß in dem leichten Wind, bei angenehmen 25 Grad die Gischt am Bug fliegen zu sehen und mit den Wellen zu segeln. Abends am vertrauten Liegeplatz angekommen wurde mit Cerveza und Wermut mit Orange und Eis auf den schönen Segeltag angestoßen.