ARC World Rally 2024-2025
San Blas Inseln – Panama – 26.01.-02.02.2024
Am Donnerstag, 26.01, kamen wir in der Nacht bei den San Blas Inseln an. Unsere erste Station waren die Holandes Cays. Barbecue Island – Swimming Pool.
Im Skipper Briefing wurde sehr davon abgeraten bei Nacht hinein zu fahren. Da wir 1,5 Tage von Santa Marta aus benötigten und schon den Flußzulauf bei Tag passieren sollten war es uns nicht möglich am gleichen Tag bei Tageslicht anzukommen. Nach 36 Stunden mit 30 kn plus Wind und Wellen von 3 bis 5 Metern von hinten möchten wir einfach nur noch den Anker setzten und ruhig schlafen. Die Alternative wäre gewesen draußen auf offener See noch 7 Stunden im Kreis zu fahren. Das macht wenig Spaß bei 3-4 Meter Welle. Also beschlossen wir es zu wagen. Mathias hatte bereits alle Wegepunkte zu einem 10-15 Meter tiefen Ankerplatz gesetzt. So fuhren wir diese hoch konzentriert ab und ließen den Anker auf 12 Metern Tiefe fallen. Wir lagen ruhig und fielen müde ins Bett.
Am nächsten Morgen wurden wir um 7:30 Uhr durch ein rufen geweckt. „Holà…..Mola….Mola….Holà….Buenas…..“ Nach ca. 30 min. wurde mir klar, dass das kein Traum war, sondern Realität. Vom Salon aus sah ich ein blaues Boot das seitlich bei uns festgemacht hatte. Eine Frau, ein Mann und ein Kind. Sie wollten uns Molas verkaufen. Das sind traditionelle Tücher mit aufgenähten Applikationen in allen Farben und mit unterschiedlichen Motiven. Bisher haben wir noch keines gekauft. Mal sehen, ob es sich noch ergibt.

Molas, traditionelle Tücher
Da wir erst um 2:30 Uhr im Bett gewesen sind, waren wir über das frühe geweckt werden wenig erfreut. So war unsere Kauflaune auf dem absoluten Tiefstand.
So bestaunten wir beim ersten Kaffee wo wir gelandet sind. Es sah so schön aus. Kleine Inselchen mit Kokospalmen, Mangroven, gesäumt von weißen Sandstränden. Umgeben von türkisfarbenem Wasser die, je tiefer es wurde ihre Blautöne veränderten. Dafür finde ich zwei Wörter: Paradies und Schönheit.

Immer wieder hatte man das Gefühl sich kneifen zu müssen um glauben zu können, dass dies nun unsere Realität für die kommende Tage ist. Wir waren tatsächlich in den San Blas Inseln. In dieser atemberaubenden Inselgruppe unter Eigenverwaltung der Gunas. Man ist dort, wovon wir früher die Fototapeten hatten. Jetzt sind wir mitten drin und können die Insel umrunden, den weißen Sand und das warme Wasser an den Füßen spüren, die Palmblätter zur Seite schieben um weiter gehen zu können oder durch die Palmblätter in der Ferne das tiefblaue oder türkisfarbene Meer sehen. Muscheln im Sand bewundern, fischende Pelikane beobachten, einen kleinen Rochen vorbei schwimmen sehen. Und dies alles auf einer kleinen unbewohnten Insel. Alles ist wie es ist. Der Mensch hat nichts verändert. Wunderschön.






Banedup, eine der Inseln der östlichen Holendes Cays, wird von zwei Familien bewohnt. Eine Familie betreibt ein Restaurant. Wenn man zu reserviert hatte, konnte man für 20 US Dollar ein 3-Gang Menü bestellen. Was wir taten. Also kamen wir um 16:00 Uhr zurück um das leckere Essen zu genießen. Es gab Fischfrikadellen zur Vorspeise, Fisch mit Reis, etwas Gemüse und Bananenbrot mit Bier oder Wasser zum Hauptgericht und einen Kokosflan zum Dessert. Ibin dem das Restaurant gehört sprach auch englisch und war Koch. Ansonsten wurde spanisch gesprochen.




Nach vier Nächten ging es weiter. Der Anker fiel vor Ogoppiradup. Die Insel war kaum besucht. Wir trafen uns mit der SOLARIS, einem Katamaran von Lisbeth und Axel. Kurz nach dem der Anker fiel wurde uns Langusten von Fischer angeboten. Gewünscht, gekauft und am Abend gab es auf der SOLARIS ein leckeres Essen. Landschaftlich vermissten wir die östlichen Inseln der Holandes Cays.
Am Tag darauf besuchten wir noch Dog Island wo wir ein 1950 gesunkenes Wrack zum Schnorcheln nutzten. Trotz der zahlreichen Touristen bekamen wir nichts zu essen, denn auch hier hätte man am Tag zuvor reservieren müssen. 😜Schade, denn der gegrillte Fisch sah lecker aus. So zogen wir weiter zur nächsten Insel, Salardup, Lemmon Cays. Es lagen einige Boote der WARC Flotte bereits in den verschiedenen Ankerplätzen. Hier kam die Crew der Navillus vorbei und fragte, ob wir am Abend mit zum Restaurant kommen wollten. So bestellten wir Hummer und bekamen am Abend leckeres Essen auf der kleinen Insel. Insgesamt waren vier Boote von unserer World ARC Flotte dabei. Wir, die Navillus, Fatjax und Madeleine. Es war ein sehr schöner Abend.
Unser letzter Halt war auf Chichime. Hier sah ich ein Riff in der Nähe bei unserem Ankerplatz. Ich zog los. Gegen die Strömung war es sehr anstrengend. Das Wasser war lange sehr tief, kaum etwas zu sehen. Zwei drei schöne Seesterne, kleine Rochen. Dann sah ich etwas in der Ferne einen Schnorchler winken. Ich schwamm hin und sah dann einen sehr schönen großen Rochen am Meeresgrund schwimmen. Die Schnorchlerin die mir den Rochen zeigte war Lisa von der NICA. So zogen wir gemeinsam weiter. Viel bekamen wir leider n nicht zu sehen an diesem Nachmittag. Seegraswiesen die so flach waren, dass uns das Gras beinahe am Bauch kitzelte und viel Strömung. Dafür war das zurück schwimmen sehr angenehm. Wir mussten uns nur treiben lassen.
Um 17 Uhr waren wir auf der Freya zum Spaghetti essen eingeladen. Wir waren eine große deutsch sprechende Runde. Ich habe es genossen mal wieder einen Abend deutsch zu sprechen. Babsies Bolognese war sooo lecker. 10 von 10 Punkten. 👍😋Anschließend spielten Babsy und Helmut noch Gitarre und Ukulele für uns. Wir sangen gemeinsam bekannte Lieder und alle genossen den Abend sehr. Das war ein Abend fürs Herz…..🥰






Am nächsten Morgen legte die NICA früh ab um nach Shelter Bay zu fahren. Auch die Serendipity mit Nina und Michael waren schon früh weg. So fühlte sich auch für uns so an als ginge die Zeit auf den San Blas Inseln dem Ende zu. Dabei hatten wir noch zwei Tage. Da wir in der Dritten Gruppe für den Panama Kanal waren hatten wir etwas mehr Zeit . So legten auch wir ab um noch eine neue Inselgruppe zu erkunden. Dort gefiel es uns dann doch nicht und wir gingen wieder zurück nach Chichime. drei mal versuchten wir zu ankern, aber der Anker wollte einfach nicht halten. So fuhren wir an eine andere Stelle, etwas außerhalb und legten uns dort hin. Wir luden das Dingi wieder aus um die Insel zu erkunden und evtl. zu Abend zu essen. Leider gab es auch hier nur auf Bestellung etwas zum Essen.So spazierten wir einmal herum. Wir begegneten einer netten Familie und so kam ich doch noch zu zwei weiteren Molas und einer dieser typischen Perlenletten.



Morgen werden dann auch wir früh ablegen um uns auf den Weg nach Shelter Bay zu machen.
