WARC 2024 – 1. Tag Galapagos zu den Marquesas

WARC 2024 – 1. Tag Galapagos zu den Marquesas

07.03.2024/02:25/Log:95sm

Meine erste Wache. 02:00-04:30 Uhr. Es ist ruhig. Kein Wind. Motor ist an. TWS aktuell 3,5 Kn. 🤷‍♀️sehr angenehm ist, dass wir 3Kn Strömung mit uns haben. Was bedeutet, dass wir SOG 9,8Kn Fahrt machen. COG 239° und SOG 230°, ca. 9° Versatz. Wahrscheinlich werden wir einen Tag Motoren müssen bis wir beim „Wind“ ankommen. Das ist ja nicht untypisch für diese Gegend hier am Äquator. Die Bücher empfehlen sich nördlich der Loxodrome zu halten um Strömung und Passat zu nutzen. So sind wir zuversichtlich, dass wir, sobald wir in der Passatwindzone angekommen sind segeln können.

5 Tage Santa Cruz auf den Galapagos waren eindeutig zu wenig. Die Natur mit all den Tieren 🦭🦈🦎🦤🐠🐡🐟über und unter Wasser ist beeindruckend und wunderschön gewesen. 🤩Sehr gerne hätten wir hier mehr Zeit gehabt. Nur wollten wir auf das gemeinsame Starten mit unserer WARC Familie nicht verzichten. Waren ja erst fast zwei Wochen ohne sie, da wir in Panama auf unsere Batterien warten mussten.

Allerdings war es gestern Vormittag noch sehr arbeitsreich und wir sind erst ein paar Minuten nach Startschuss über die Startlinie gekommen. Das Update des Wetterroutings hatte nicht geklappt und ohne zuverlässiges Wetter wollte Mathias nicht los.
Wir „Mädels“ haben an Deck bis kurz vor knapp den neuen roten Genakker in den Bergeschlauch gepackt. 220qm sind eine Menge Material, aber wir haben es geschafft. Anschließend hatten wir rote Köpfe vom arbeiten in der Mittagssonne. Die Sonne hier ist unglaublich stark. Man muss sehr aufpassen. Habe ich so noch nie erlebt.

Um 8:00 Uhr sind Elly und Mahina an Land gefahren um die Wäsche aus der Laundry zu holen und noch einen letzten Einkauf zu tätigen.

Zwischen 9:30-11 Uhr wollten die „Ofiziellen“ kommen um uns auszuklarierende. Dazu mussten alle Crew Mitglieder anwesend sein. Heute waren sie nur zu Fünft. Es war sehr nett. Der Mann vom Militär wollte mit unserer Deutschland 🇩🇪 Flagge fotografiert werden. 😃

Mathias und ich putzen nach dem Frühstück nochmal das Unterwasserschiff entlang der Wasserlinie. Unglaublich was da schon wieder für ein Bewuchs war. Speziell war der Umstand, diese vielen Haie unter uns schwammen. Am Abend davor war unser Unterwasserlicht an. Direkt am Boot waren so 30 Schwarztipp Haie mit bis zu 60 dm Länge zu sehen. Beim Putzen / baden / schwimmen Irgendwann sagte ich zu Mathias, dass ich nun auch meine 🤿 Schnorchelbrille holen möchte, er hatte seine schon auf. Dann meinte er, dass wir lieber raus gehen sollten, da die beiden größeren Haie 🦈 unter unserem Kiel etwas unruhig werden würden. 😳😱Die hatten dann Längen bis 2 Meter. Also Nix wie raus…..aus dem Wasser. Ich bin dann nach 10 min nochmal rein, nur waren die Großen dann nicht mehr zu sehen. Es war für uns beide sehr speziell mit Haie in nächster Umgebung im Wasser zu sein. Das ist unser Empfinden auf Grund unserer medialen Erziehung. Von einem lokalen Mediziner hörten wir die Haie wären selten ein Problem, viel gefährlicher wären kleine Krebse Larven, die sich beim Baden in die Gehörgänge setzten und von dort sich tiefer in de Körper voran arbeiten, unangenehme Vorstellung. Dann baden wir doch liebt mit Haie und Ohrschutz.

Seit es dunkel geworden ist, fliegen mehrere Vögel neben uns her. Sehen aus wie eine Mövenart. Da kein Mond zu sehen ist, ist es um das Boot richtig schwarz, ich kann fast nichts sehen. Nur hören kann ich das kreischen der Vögel immer wieder. Das ist speziell. Ihr Ruf erinnert mich an Greifvögel. Bisher haben sie nicht versucht sich an Bord niederzulassen. Wäre uns auch lieber, da sie nicht stubenrein sind…..💩

Ich fand es heute wieder interessant wie schnell sich das Regatta Feld aufgelöst hat. Wir vermissen die NICA, die BLUEMOONA sowie die AXONIT sehr. Die wären hier mit uns. Wir wünschen den drei Crews Durchhaltevermögen um Ihre Boote möglichst schnell wieder fit zu bekommen. Seit Stunden sehen wir nur noch die Fatjax vor uns. Selbst in der Nacht sehen wir ihr Dampferlicht noch. Das fühlt sich schön an, nicht ganz alleine zu sein….und noch „dran“ zu sein, an der schnellen Fatjax. Gestern Abend bei der letzten Happy Hour im Rock Café, sagte ich mit einem Augenzwinkern zu Ian, dem Eigner, daß wir nun mit unseren neuen jungen Seglerinnen versuchen werden vor ihnen in Hiva Oa anzukommen…..😉Ein Anfang ist gemacht….nach den ersten 12 Stunden sind wir noch beieinander. Ian und Jaqueline segeln zusammen mit ihren beiden erwachsenen Kindern eine Shipman 64. Ein wunderschönes Boot. Ein schnelles Boot. Mathias zeigte mir vor vier Jahren immer wieder Videos von der Fatjax auf YouTube. Mit dem großen gelben Genakker…..heute haben wir auch so einen. Ihrer ruht in den Tiefen des Atlantiks. Unserer kam heute zu Beginn zum Einsatz. Leider konnten wir bei nur 8 Kn Wind nicht den neuen „Roten“ hochziehen, da er mehr Wind gebraucht hätte. Dabei hätten wir ihn so gerne gesehen….aber das wird noch kommen auf dieser Strecke da bin ich sicher.

Kulinarisch gab es heute zum späten Lunch einen gemischten Salat mit Avocado 🥑Radieschen und frischem Käse. Ähnlich einem Mozarella. Dazu leckeres frisches Brot de la madre 🥖 aus unserem Lieblings Café. Anschließend selbst gebackenen Schoko-Nuss-Kuchen mit Pekannüssen und Hafermilch Cappuccino. Sehr fein.
Zum Abendessen hatten wir Bœf Bourgogne mit Reis. Das hatte ich gestern schon vorgekocht. Es hat sehr lecker geschmeckt. Das Glas Wein🍷zum Essen war praktisch im Fleischeintopf versteckt…..😉

Inzwischen ist es nun schon 3:50 Uhr und wir haben nur noch 1,7 Kn. 🤣gut dass wir mit 680l Diesel gestartet sind. So können wir uns zu Beginn der 3000sm erlauben so lange zu Motoren. Auch wenn es dafür Strafpunkte gibt.

Liebe Grüße von der Pure Fun Crew

Mathias, Sybille Evelyn und Mahina

Sy-purefun.Blog

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