Um 7:00 Uhr beginnt auf der PureFun der Arbeitstag. Gestern endete er um 20:30 Uhr. Die Tage zuvor war es nicht viel anders.
Es geht voran…gestern konnte das Kühlschrank Problem gelöst werden.
Die Bordelektronik ist getestet und geprüft.
Das Großsegel liegt an Deck damit die Furlerboom Ersatzteile eingebaut werden können. Die Begann Mathias gestern am Spätnachmittag gemeinsam mit Johannes unserem neuen Crew Mitglied. Johannes ist Mathias eine große Hilfe. Gemeinsam saßen sie mit Stirnlampen bis 20:30 Uhr gestern Abend im Baum und haben gewerkelt. Wir konnten wegen zu viel Wind nicht eher beginnen.

Heute mussten noch verschiedene Teile besorgt werden um die Furler Boom Reparatur zu vollenden. Anschließend müssen wir hier im Hafen das Großsegel wieder hissen und dann hoffentlich gut funktionierend ein furlen. Hoffen wir, dass der Wind es gut mit uns meint. Bei zuviel Wind ist es schwieriger.

Die Trinkwasser Vorräte sind aufgefüllt und sobald sich ein Zeitfenster zeigt, werde ich mit Johannes und dem Dinghy zum Supermarkt fahren. es gibt hier an der Rückseite des Supermarktes einen Dinghy Anlegesteg. Da an der Elektrik der Heckklappe gearbeitet wird, ist das Beiboot schon zu Wasser gelassen. So werde ich das erstemal ohne Mathias mit dem Dinghy losgehen. Ganz alleine bin ich ja nicht, da Johannes mitkommt.
Johannes ist fast 19 Jahre alt, aus Deutschland und auf Weltreise. Da er kein Flugzeug nutzen möchte reist er auch mit dem Boot. Er hat schon jede Menge Seemeilen gesegelt in den letzten Monaten. Gestartet ist er in Gibraltar. Von dort über Marokko auf dei Kanaren und von dort über die Kap Verden nach Grenada in der Karibik. Zuletzt von Grenada nach Saint Lucia.
Mathias und ich haben letzte Woche überlegt, dass wir doch gerne weitere Crew an Bord hätten. Allerdings möchten wir deutsch als Bordsprache behalten. Wir haben uns etwas umgeschaut, kamen mit den Internet Foren nicht klar und haben die aktive Suche eingestellt.
So lief Johannes letzte Woche die Stege entlang und fragte ob jemand noch ein Crewmitglied suche. Auch bei der NICA fragte er an. Sie schickten ihn zu uns, in dem Wissen, dass wir ein deutsprachiges Crewmitglied suchten.
So kam es, dass Johannes bei uns am Boot stand. Wir konnten es kaum glauben. Ich sagte zu ihm: „dich schickt der Himmel“ 🌈😇 Ihm ging es ähnlich…er überlegte ob er weiter mit dem Boot, oder doch mit dem Flugzeug weiter solle…dann sah er, dass er auf einer Geldmünze stand. Er nahm die Münze hoch und sah ein Segelboot darauf abgebildet. Ds war für ihn das Zeichen, dass es wohl doch mit dem Boot weitergehen soll.
So klärte Mathias die Formalitäten beim ARC Office und Custom Office. Wir bekamen ein Go…und nach kurzer Bedenkzeit sagten wir Johannes zu. Allerdings konnte er erst einen Tag später bei uns einziehen, da wir durch die Arbeiten an Bord kein Bett frei hatten.
Nun ist Johannes seit drei Tagen an Bord und wir sind sehr glücklich mit dieser Entscheidung. Er unterstützt uns in allen anfallenden Arbeiten und ist vorallem Mathias mit den handwerklichen Arbeiten eine Hilfe.

Liebe Eltern von Johannes. Ihr habt einen tollen Sohn. Es ist schön dass wir unsere unterschiedlichen Weltreisen ein Stück gemeinsam gehen können. Immer wieder werden wir gefragt, ob Johannes unser Sohn ist….ich antworte dann: er ist unser Leihsohn. Da unsere Kinder wenig Freude am Segeln haben ist es für uns schön immer wieder Söhne oder Töchter anderer Eltern an Bord zu haben. 😀
Dann drückt uns mal die Daumen, dass wir bis zum Start am Samstag alles gefixt bekommen…dass auf den letzten Drücker alles fertig wird kennen wir ja schon. Da sind wir gechillt. 🤣
Heute werden wir um 17:30 Uhr zu einer Abendveranstaltung mit dem ARC abgeholt. Auf das Programm und den Austausch mit all den anderen Seglern:innen freuen wir uns schon. Da einige junge Segler in der Gemeinschaft sind, hat Johannes nicht nur mit uns „Ollen“ zu tun.
Instagram: world_arc_rally
Gerade sind Mathias und Johannes dort zu sehen. 🥰
