Abschied in Las Palmas…..und Zukunftspläne

schweren Herzens verabschieden wir uns am Montag Morgen von all unseren lieb gewonnenen Nachbarn am Steg in Las Palmas auf Gran Canaria.

Unser Abschieds Komitee……

Es war so schön am Ostkai mit Euch. So freuen wir uns Euch bald wieder zu sehen…..auf Madeira, den Azoren, der Karibik oder sonst irgendwo auf der Welt. Olaf hat uns zum Abschied ein Roggen Sauerteigbrot gebacken. Herzlichen Dank auf diesem Wege. Es schmeckt sehr, sehr lecker. Da man so etwas hier nicht einfach kaufen kann, ist es etwas sehr besonderes für uns.

Die Pure Fun beim auslaufen nach 4 Wochen auf Gran Canaria in der Marina Muelle Deportivo Las Palmas.

Ca. 50 sm liegen vor uns. Wir segelten zuerst mit dem Code-0 bei 8-12 Kn Wind, Windeinfall 55-65 Grad. Allerdings war Mathias mit der Geschwindigkeit nicht ganz zufrieden. Mehr wie 8 Kn waren nicht möglich. Dann nahm der Wind zu und wir wechselten zur Genua. Damit lief “sie” besser. 9-10 Kn. Das hat uns besser gefallen. Der Wind hatte zugenommen und war nun eher 15-18 Kn. Ich war allerdings hauptsächlich im Salon auf dem Sofa vorzufinden, da ich seekrank wurde. Das war unangenehm und lästig, da ich mich sehr auf’s Segeln gefreut hatte. Wir hatten auch kaum Welle, bei 4 m Welle hätte ich es ja verstanden, aber bei 1m ?

Dann kam Abwechslung auf’s Boot. Mathias rief mich. Ich stand auf und ging zum Niedergang. Dort saß eine Taube auf der obersten Stufe. Ich ging hinaus und machte den Niedergang zu. Nun hatten wir also einen Gast. Eine sehr zutraulich und anhängliche Brieftaube. Sie wollte am liebsten auf uns sitzen. Auf der Hose, der Schulter, der Hand., dem Schuh….und wenn sie nicht auf uns saß schaute sie mich mit großen Augen an. Das war ein sehr vertrautes Gefühl. Ich habe sie immer wieder gefragt: “Wer bist du denn?” Ich hatte das Gefühl, dass uns jemand den wir kennen in Form dieser Taube besucht. Das haben wir schon einmal in Griechenland erlebt. Geantwortet hat sie mir nicht, nur geschaut. Es hat sich so vertraut angefühlt mit dieser Taube, als würde ich sie schon ewig kennen. Irgendwann nach ca. 2 std. flog sie davon. Wir waren beinahe etwas traurig, da wir sie gern hatten und auch Sorge um Ihre sichere Ankunft auf festem Boden. Die nächste Insel war 20 nm entfernt und es hatte reichlich Wind.

Am nächsten Tag bekomme ich die Nachricht von meiner Mama, dass mein Onkel Walter soeben an einem Herzinfarkt verstorben sei. Da durchlief mich ein Schauer und ich wusste, warum die Taube zu Besuch war. Vielen Dank lieber Onkel, dass du dich auf diese Weise bei mir verabschiedet hast. Das war etwas sehr besonderes.

Inzwischen war Teneriffa in Sicht. Der Wind nahm zu und Mathias bat mich ihm beim Reffen zu helfen. Während dem Reffen entschied sich Mathias dazu das Groß ganz einzurollen und mit der Genua weiter segeln. Das war eine gute Entscheidung, denn der Wind nahm noch mehr zu und war böig. So segelten wir bei bis zu 28 kn Wind bequem und sicher mit der Genua in den Außenhafen, bevor wir auch sie einrollten. Wir funkten CH 9 an und wurden von zwei Marinierie am Steg empfangen. Sie halfen beim Festmachen und so lagen wir kurze Zeit später an Muringleinen sicher in der Marina in Santa Cruz. Der Himmel war strahlend blau und wolkenfrei. So genossen wir bei einem Bier den ersten Sonnenuntergang auf Teneriffa und liesen den herrlichen Segeltag Revue passieren. Wir waren müde und erfüllt.

Nun sind wir auf die Insel sehr gespannt. Mal sehen was wir entdecken werden.

Unser Liegeplatz…..wir haben viel Platz….an unserem Steg ist nicht viel los.

Unsere Zukunftspläne

Dann wagen wir an der Stelle auch einen Ausblick auf unsere weitere Reise. Wir haben uns entschieden im November den Atlantik zu überqueren und nur kurz in der Karibik zu bleiben. Yes we will do it. Am 13. Januar 2024 wird es mittags mit der WORLD ARC von St. Lucia losgehen. Ja wir wagen es tatsächlich zu zweit und ab und an mit Besuch im nächsten Jahr den Pazifik zu besegeln. Nur mit unserem Boot und im wesentlichen von den Passatwinden angetrieben wird es zu den San Blas Inseln, durch den Panama Kanal zu den Galapagos Inseln, Französisch Polynesien und so weiter zu all den Trauminseln für Warmbader gehen. Gebucht ist jetzt mal die Strecke bis nach Australien, also die halbe WORLD ARC. Das sollte uns weniger administrativen Aufwand, mehr Sicherheit wie auch mehr Spaß bringen. Bis dahin werden wir noch hier auf den Kanaren und dann ab April auf Madeira sein.

6 Gedanken zu „Abschied in Las Palmas…..und Zukunftspläne“

  1. Liebe Sibylle, lieber Matthias,
    schön das ihr die Kanaren genießt 🙂
    Ja, auf Teneriffa gibt es auch viel zu erkunden.

    Wir hatten die Abkürzung in die Karibik genommen. Waren 4 Wochen dort und sind jetzt wieder am Bodensee 🙂

    Waren auf Jamaika 🇯🇲, sind die Nordküste entlanggesegelt und dann an den Cayman Inseln vorbei nach Cayo Largo, Cuba 🇨🇺 und schließlich bis Cienfuegos. Wir lieben Cuba …

    Ich wünsche Euch immer guten Wind und alles Liebe
    Gunther

    1. Lieber Gunther,
      schön von Euch zu lesen? Seit ihr mit der Gfs dort gewesen, oder privat. Hört sich toll an. Dazu haben wir leider nächstes Jahr keine Zeit, da wir am 13.1.24 schon Richtung Panama Kanal gehen.
      Haben in Tenerife noch nichts angeschaut… die ersten Tage sind wir immer eher am Boot. Freuen und jedoch schon auf‘s erkunden.
      Liebe Grüße und bis bald

  2. Ich hänge mich mal an den “Unmut” von Mathias dran, der mit seinen 8 kn nicht einig war. Auch ich bin stets bemüht, möglichst viel Fahrt zu machen – 1 kn mehr oder weniger ist nicht nix… Zur Beruhigung kurz mal den Rechner angeworfen. Bei einer Wasserlinienlänge von 16,58 m kann man auf eine max. Rumpfgeschwindigkeit von 9,894606712750133 kn kommen 😎 – Diese “…mehr als 8 Knoten waren nicht drin…” sind jetzt ja auch alles andere als eine Schande. Die 55-65 AWA(?) waren für den Code 0 vielleicht doch ein wenig spitz – (was sagt der Papierlage des Segelmachers…). Der Wechsel zur Genua (Holepunkt wahrscheinlich ein wenig nach vorne 🤭) hat EUch ja dann mit paar Knoten mehr Wind gleich mal ans rechnerische Limit gebracht. Toller Bericht, schöne Bilder, vielen Dank fürs mit mit-teilen. Grüße aus der JOS72

  3. Ja so ist das mit den rechnerischen Werten. Das stimmt so. Die 55 bis 60 Grad sind scheinbarer Wind und lt. ELVSTTROM okay für den Schnitt unseres CODE ZERO.

    Die Polardaten für unsere X 5.6 liegen vor und die Performance Funktion von RAYMARINE zeigt auf den Displays an wie gut das Potential jeweils genutzt wird.

    So ist kein zweites Boot notwendig um zu sehen, wie es gerade läuft. Man(n) hat laufend die Regatta mit den theoretischen Werten.

    Das stimmt auch nur zum Teil. Der Performancewert bezieht sich auf die Fahrt durchs Wasser. Die wird mit der Logge gemessen. An dem Tag wurde stets 1 bis 2 Kt Fahrt in unsere Richtung angezeigt. Das deutet bei der Strecke auf einen Messfehler bei der Logge hin. Erklärung für diesen wären Verschmutzungen an der Logge durch die längere Zeit im Hafen. Das wird vor dem nächsten Auslaufen noch bereinigt.

    Okay mit dem Performancewerten sieht man und frau was gehen könnte. Nur wie bekommt mann das Boot schneller bei den jeweiligen Bedingungen in die mögliche Geschwindigkeit umgesetzt? Ziehen da, fieren dort. Probieren, beobachten, ändern, nachdenken.

    Ja der Wechsel der Vorsegel ist ein Weg. Jedoch der CODE Zero hat halt mal so 180qm und die ziehen richtig. Bringen Fahrt und beim Bergen mit Wind sollte zwei und einhand alles richtig laufen.

    Alternative wäre in das Gross das erste Reff einbinden. Okay das ist auf unserer PURE FUN mit 100qm kleiner als der CODE 0 aber dennoch groß. Ja mit dem FURLERBOOM geht das Reffen inzwischen ganz gut. Dennoch es dauert seine Zeit und ist zu zweit noch sicherer.

    Der Ehrgeiz war jedoch zuerst ohne Reff die Möglichkeiten zu nutzen.

    Es zeigte sich zu viel Luvgierigkeit und dadurch zu viel Gegensteuerung mit Geschwindigkeitsverlust. Vermutlich war der Kikker zu sehr durchgesetzt,

    Laut MarineTraffic lag der Durchschnitt an dem Tag dann doch bei 8,2 kt und in der Spitze 11,1 kt. Etwas ging dann doch noch.😉

    Nächste Tage wird es nach Madeira gehen. Das sind so 260 nm. Wind wird aktuell so vorhergesagt, dass wir weiter mit dem CODE ZERO üben können.🤣🤣😀🤩.

    Besten Dank für den Kommentar wie auch die Wertschätzung für Text und Bilder.

    Mathias

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