St. Lucia, 06.12.2023 23:45:27 local time war Schluß

Heute kommen wir emotional an, erledigen die notwendigsten Dinge und gewöhnen uns an die warmen Schauer. Mit ganz großer Freude haben wir gerade all die Kommentare gelesen. Aller besten Dank dafür. Unterwegs hatten wir lediglich über IRIDIUM Satelliten mit dem Certus 100 etwas Kontakt nach außen. An Internet war bei den geringeren Bandbreiten nicht zu denken. Um so mehr kamen nun beim Lesen Bilder zurück.

Kurz vor dem Ziel gab es noch ziemlich Regen mit einem intensiven Winddreher und kräftigen Boen. Der Parasailor, unsere X wie auch Mathias am Steuer hielten den überraschenden Herausforderungen bei Nacht prächtig Stand. Als sich die nächste Regenwand ankündigte kam der Parasailor mit seinen 250 qm runter und der Motor brachte uns die 8 Meilen zum vorletzten Wegepunkt voran. Dann ging es mit der Genua auf die letzte Kreuz bis zur Ziellinie.

Noch zu Nikolaous reichte es uns, die Ziellinie als 39. Boot zu überfahren. Genau war es um 23:45:27 Uhr local time am 06.1.2023 als das Zielfoto unser Erreichen in der Rodney bay festhielt. Per Funk und von einem Fotografen auf einem Dinghi wurden wir auf See und dann im Hafen ganz herzlich von den yellow Shirts einer Delegation von St. Lucia sowie der Crew von der NICA mit Obst, Rumpunch und Geschenkkorb begrüßt und beglückwünscht. Die Nacht wurde lang. Nach 17 Tagen auf See ohne Alkohol schmeckte der Rumpunsch so gut, dass tatsächlich noch die Flasche Rum aus St. Lucia intensiv getestet und für gut befunden wurde. So geht heute alles etwas langsamer und an den Vipe der Karibik angepasst.

Ja in unserer Cruising Devision darf der Motor genutzt werden. Es gibt jedoch für die Strecke unter Motor einen Malus. Von den 2.848 nm, die wir zwischen Las Palmas und St. Lucia zurücklegten, führen wir 119,4 nm mit Motor. Das waren 18 Stunden von einer gesamten Reisezeit von 17 Tagen 10 Stunden und 45 Minuten. So wird sich das in der Schlussberechnung kaum auswirken. Für die Bedingungen hatten wir wirklich eine tolle Reise und sind sehr zufrieden mit dem Abschneiden. Es war eine phantastische Teamleistung. Jeder brachte sich mit seinen Stärken ein. Man konnte sich aufeinander verlassen und auch mal entspannt schlafen oder ein Buch lesen.

Für die kommenden Tage gibt es einiges am Boot zu tun. Dinge sind angeschoben. Von der Werft gibt es vor Ort Unterstützung. Was mit dem bisherigen Gennaker passieren wird wird sich zeigen. Zu Weihnachten wird es einen neuen kleineren geben.

Bilder zu den letzten aufregenden Tagen werden wir Zug um Zug einstellen.

Besten Dank nochmals für all die guten Wünsche, die lieben Kommentare und die herzliche Begleitung.

Mathias

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ARC 2023, last 50 Miles to go

50 Miles to go bis Rodney Bay Marina, St. Lucia. Macht Euch klar heute Nacht kommen wir.

MR. TWISTER und FIORE sitzen uns noch im Nacken, weitere Schiffe, die wir noch nicht auf dem AIS sehen, kommen vielleicht im Bottle Neck vor Saint Lucia dazu. Handsteuerung ist angesagt, der Autopilot hat Pause. Die Crew gibt alles, jede Kabellänge zählt, jede Sekunde ist wertvoll. Jetzt zählt nur noch Boat Speed. Die großen Wellen versuchen hinten einzusteigen, aber wir surfen jede Welle runter, und jede Welle schiebt uns ein Stückchen dichter an unser Ziel. Der Wind bis zu 20 Knoten direkt von hinten hilft uns dabei sehr. Abwechselnd stehen wir an den Raymarine Displays und beobachten die Kurse und Geschwindigkeiten von MR. TWISTER und FIORE. Der Rum Punsch liegt schon in der Nase – 17 Tage frei von alkoholischen Getränken lässt die Gesichter bei der Vorstellung eines kühlen Cocktails leuchten. Ganz sicher wird es dunkel sein, wenn wir in Rodney Bay ankommen. Rund um die Uhr werden vor Ort Mitarbeiter der ARC zur Verfügung stehen, die uns im Hafen in Empfang nehmen und unseren Zieleinlauf auch in der Nacht notieren werden. Der ARC Tradition nach werden alle Boote bei Ankunft mit frischem Obst und kalten Getränken in Empfang genommen. Sicher wird es nicht bei einem bleiben.

Nach 17 Tagen endet dieser Reiseabschnitt, der uns allen so viele unvergessliche und nachhaltige Eindrücke beschert hat. Gemischte Gefühle bewegen uns. Einerseits könnten wir alle noch ewig so weitersegeln, andererseits freuen wir uns, wenn wir nach den teils extremen Schiffsbewegungen der letzten Tage mal wieder in Ruhe durchschlafen können.

Die Fünf Träume wurden angegangen. Eine traumhafte Zeit wurde erlebt. Das Ende einer tollen Reise, einer besonderen Zeit zeichnet sich ab. Es gibt zu feiern, uns, das Leben an Bord, die gelungene Überquerung wie auch das sichere Ankommen in der Karibik.

Mathias, Sybille, Bernd, Evelyn und Andreas

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ARC 2023 – Endspurt – noch 280 sm bis Sant Lucia

ARC – 2023 Endspurt. Nur noch 280 sm bis zum Ziel. 👍
2571 sm liegen hinter uns.

Unser ETA gestern endlich mal 181 sm. Wir haben endlich mehr Wind…und mit dem Wind mehr Welle und mehr „Geschaukel“ im Boot. Heute Morgen sahen wir Alle gerädert aus….dieses passiv bewegt werden auf der Matratze strengt schon an, schön warm ist es auch.🤣 Eine Zudecke brauchen wir schon lange nicht mehr. 🥵

Gestern Abend sahen wir vor uns eine schlecht Wetter Front die sich abregnete. Es sah bedrohlich aus. Daher entschieden wir uns mit Genua und Groß durch die Nacht zu segeln. Blitz und Donner, sowie Regen blieb aus, aber wir hatten zwischendurch starke Böen. Zum Glück bei Bernd und nicht bei mir. Er wusste damit umzugehen. Ich habe im Bett nichts davon mitbekommen, so gekonnt hat er die Pure Fun durch die Böen gesteuert.
Auf Grund der Windsituation mussten wir höher fahren, als gewollt. Uns also etwas vom Ziel entfernen, Sant Lucia direkt ansteuern war nicht möglich.
Am Morgen wollten wir entscheiden ob wir Halsen oder den Parasailor setzten. Wir haben uns, nachdem die Sonne um 10:00 Uhr UTC aufgegangen war und alle gefrühstückt hatten, für den Parasailor entschieden.
Das Manöver wurde besprochen, die Aufgaben verteilt. So begannen wir damit den Parasailor anzuschlagen, Genua einrollen in den Wind fahren und Großsegel bergen. Mathias war am Mast um das einfurlen zu kontrollieren und koordinieren, Bernd war am Steuer, ich an der Furling Schot, Elly am Kicker und Andreas bediente die Großschot und das Fall.
So gelang uns ein perfektes bergen des Großsegels bei Wind und Welle. Mir machen die Manöver in der Gruppe sehr viel Spaß. 😀

Dann wird der Parasailor gesetzt. Der Snuffer ließ sich immer noch etwas zu schwer hoch ziehen. Irgendetwas läuft da noch nicht ganz rund. Bei der Suche nach der Ursache lernen wir das Segel immer besser kennen. Das ist ein gutes Gefühl. Früher hatte ich Berührungsängste, was das angeht. Soviele Schnüre, Leinen, Rollen, Haken, Schekel Unmengen an Segeltuch. Teilweise über 100qm. Wo gehört was hin, was muss wie und wo laufen? 😜🤨
Seit ich alles wissen und lernen will, bzw inzwischen gelernt habe, macht es mir immer mehr Spaß. 😃
Und wenn der Snuffer oben ist und das Segel im Wind steht, ist die Morgengymnastik auch erledigt. Das ist körperlich ganz schön anstrengend und schön…gemeinsam mit Mathias das Segel zu setzten.

Seitdem segeln wir direkt auf unser Ziel zu. Wir haben 17-20 Kn Wind und segeln 8-10 Kn manchmal 11 Kn wenn eine Welle günstig von hinten schiebt, oder Bernd „the Master of the Steuerrad“ die 11 Kn „raussegelt“.

Elly kochte uns zum Mittagessen Tortellini mit Sardellen, Oliven, Kapern und Tomatensoße. 🍝
Zum Dessert zauberten wir in unserer „Trattoria Atlantica“ Orangenkuchen mit Frischkäsecreme und Orangenfilets. Mmmhhhh lecker…🧁
In der Küche waren heute immer wieder vier Hände nötig….immer wieder mussten wir uns mit vollem Körpereinsatz auf Utensilien stürzen die sich in Bewegung setzten in der Welle. Man musste genau überlegen, wann man einen Schrank öffnete, denn war man auf dem falschen Bug flog einem alles entgegen oder um die Ohren.

Als sich Mathias eine Tasse Gazpacho wünschte und wir den hellroten Saft auf drei Tassen, die in einem kleinen Tablett standen, verteilten, begann das Tablett zu rutschen. Elly und ich stürzten uns Beide darauf und sahen uns an. Ich wusste, was sie dachte…..das wärs jetzt gewesen… drei volle Tassen Gazpacho donnern ans Fenster und laufen in die Ablage…..😜
Elly flog gestern die leere Salatschüssel samt Besteck im hohen Bogen um dorthin und mir kurze Zeit später meine Flasche mit Ingwerlimonade. Natürlich ohne Deckel und mit der Öffnung nach unten….😂sonst lohnten sich ja das Putzen nicht.

Eure Pure Fun ATLANTIK Crew

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ARC 2023 – 3-2-1 vorbei

3 – 2 – 1 – vorbei

wir nähern uns Saint Lucia. Es wird gefühlt jeden Tag wärmer. Der Wind kommt aus einer nicht 100% passenden Richtung für uns. Wir müssen zu „hoch“ fahren. Kompasskurs 300-310°, sonst fällt die Genua ein. Wir vermissen unseren gelben Engel…den Gennaker. Leider liegt er zerrissen in der Segellast. 🥲. Leider fehlt uns gerade die perfekte Besegelung, das frustriert uns schon ein bisschen….da wir nichts ändern können, üben wir uns wie gewohnt im „annehmen“ und das Beste draus machen.
Vor Sonnenuntrgang wechseln wir wahrscheinlich auf das Segel das mit „P“ beginnt und „r“ endet und nicht bei Allen unserer Crew beliebt ist. 🤣“Ohne Großsegel ist ein Segelboot kein richtiges Segelboot“ habe ich die Tage mal aufgeschnappt. 😂
Ich mag den Parasailor. Er segelte uns bisher immer wieder zuverlässig unserem Ziel entgegen, nicht so schnell wie unter Gennaker, dafür easy zu händeln. Was allerdings anstrengend sein kann, ist die Bewegung im Boot wenn man im Bett liegt. Es schaukelt dann von links nach rechts und von rechts nach links. Ich fühle mich dann wie eine Rolle Mürbeteig, die mit den Händen gerollt wird. Vor, zurück, vor, zurück….🥵 Da die Wellen inzwischen höher und dynamischer sind, bin ich schon gespannt was da auf uns zukommt. Mir ist heute auch so schon etwas flau im Magen. 🤢

Hauptsache wir kommen unserem Ziel näher….und das „schnell“…
Das ist wieder dieser Zwiespalt zwischen dem SEIN im Hier&Jetzt und dem Wunsch ein kühles Bier 🍺 in Händen halten wollen.

Ich bemühe mich ganz bewusst jeden Augenblick zu genießen, um ihn für immer einfangen zu können. Das besondere Leben mit wunderbaren Menschen in diesem kleinen Mikrokosmos. Stundenlang den Wellen zuschauen, die Wolken bestaunen, die magischen Momente des Sonnenuntrgangs und des Sonnenaufgangs genießen, den warmen Wind spüren, die weißen Salzkristalle die überall an uns kleben, die Stille, die Unendlichkeit, diese grenzenlose Freiheit.
Ich nehme einen tiefen langen Seufzer wahr…..Entspannung….Dankbarkeit….ein inneres Lächeln. 🌈

Elly und ich zeichnen jeden Tag unsere aktuelle Position in eine Seekarte ein. Eine „echte“ aus Papier. Das ist so schön, es erinnert mich ein wenig an das Öffnen eines Advendskalenders. Jeden Tag kommen wir Saint Lucia ein Stück näher und wenn wir dann angekommen sind fühlt es sich so an, wie sich früher Weihnachten angefühlt hat. Diese Spannung wie es wohl sein wird. Vorfreude 😊. So schön. 🙏

Nun noch fürs Protokoll:

Zum Abendessen gab es gestern eine Frischkäse Thunfisch Quiche und vegetarische Pizza.
Zum Lunch gab es heute ein grandioses Restebuffet von Elly mit frisch gehobeltem Weißkrautsalat. Sehr, 😋 lecker.

Letzte ETA 175 sm.

Liebe Grüße von der Pure Fun 🤩

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ARC 2023 – 3-2-1 vorbei

3 – 2 – 1 – vorbei

wir nähern uns Saint Lucia. Es wird gefühlt jeden Tag wärmer. Der Wind kommt aus einer nicht 100% passenden Richtung für uns. Wir müssen zu „hoch“ fahren. Kompasskurs 300-310°, sonst fällt die Genua ein. Wir vermissen unseren gelben Engel…den Gennaker. Leider liegt er zerrissen in der Segellast. 🥲. Leider fehlt uns gerade die perfekte Besegelung, das frustriert uns schon ein bisschen….da wir nichts ändern können, üben wir uns wie gewohnt im „annehmen“ und das Beste draus machen.
Vor Sonnenuntrgang wechseln wir wahrscheinlich auf das Segel das mit „P“ beginnt und „r“ endet und nicht bei Allen unserer Crew beliebt ist. 🤣“Ohne Großsegel ist ein Segelboot kein richtiges Segelboot“ habe ich die Tage mal aufgeschnappt. 😂
Ich mag den Parasailor. Er segelte uns bisher immer wieder zuverlässig unserem Ziel entgegen, nicht so schnell wie unter Gennaker, dafür easy zu händeln. Was allerdings anstrengend sein kann, ist die Bewegung im Boot wenn man im Bett liegt. Es schaukelt dann von links nach rechts und von rechts nach links. Ich fühle mich dann wie eine Rolle Mürbeteig, die mit den Händen gerollt wird. Vor, zurück, vor, zurück….🥵 Da die Wellen inzwischen höher und dynamischer sind, bin ich schon gespannt was da auf uns zukommt. Mir ist heute auch so schon etwas flau im Magen. 🤢

Hauptsache wir kommen unserem Ziel näher….und das „schnell“…
Das ist wieder dieser Zwiespalt zwischen dem SEIN im Hier&Jetzt und dem Wunsch ein kühles Bier 🍺 in Händen halten wollen.

Ich bemühe mich ganz bewusst jeden Augenblick zu genießen, um ihn für immer einfangen zu können. Das besondere Leben mit wunderbaren Menschen in diesem kleinen Mikrokosmos. Stundenlang den Wellen zuschauen, die Wolken bestaunen, die magischen Momente des Sonnenuntrgangs und des Sonnenaufgangs genießen, den warmen Wind spüren, die weißen Salzkristalle die überall an uns kleben, die Stille, die Unendlichkeit, diese grenzenlose Freiheit.
Ich nehme einen tiefen langen Seufzer wahr…..Entspannung….Dankbarkeit….ein inneres Lächeln. 🌈

Elly und ich zeichnen jeden Tag unsere aktuelle Position in eine Seekarte ein. Eine „echte“ aus Papier. Das ist so schön, es erinnert mich ein wenig an das Öffnen eines Advendskalenders. Jeden Tag kommen wir Saint Lucia ein Stück näher und wenn wir dann angekommen sind fühlt es sich so an, wie sich früher Weihnachten angefühlt hat. Diese Spannung wie es wohl sein wird. Vorfreude 😊. So schön. 🙏

Nun noch fürs Protokoll:

Zum Abendessen gab es gestern eine Frischkäse Thunfisch Quiche und vegetarische Pizza.
Zum Lunch gab es heute ein grandioses Restebuffet von Elly mit frisch gehobeltem Weißkrautsalat. Sehr, 😋 lecker.

Letzte ETA 175 sm.

Liebe Grüße von der Pure Fun 🤩

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