On my way.

Boonlye Point, Queensland, 30.05.2026

Der Ankerplatz am Boonlye Point liegt zwischen Queensland Festland und Fraser Island. 100 Meter vor der Pure Fun ist eine Barre mit 0,5 Meter und Brisbane liegt 16 Stunden bei frischem Wind hinter mir. In einer Stunde wird es dunkel und in zwei wird es mit den Vorbereitungen der Überquerung dieser Barre losgehen. Schon drei Mal bin ich hier darüber gefahren. Dennoch ist es jedesmal aufs Neue ganz spannend. Die Karte kann stimmen, muss es aber nicht. Jedoch verändert sich hier die Kontur des Boden durch die Strömungen regelmäßig. Mal sehen wie es heute sein wird.

Gestern hieß es „Leinen los“ in Rivergate Marine, Brisbane / Queensland. Im November 2024 kam ich als neuer Hafenlieger an. Gestern war der Abschied sehr schmerzlich und tränenreich. Ich ging als Freund. Ich hatte eine tolle Zeit bei Rivergate. Stellvertretend möchte ich mich hier besonders bei Danielle, Joana, Shayla, Brandon, Jaxon und John bedanken. Ihr seid großartig und macht einen so tollen Job. Danke für diese besondere Zeit bei Euch in der Rivergate Marina.

Bevor es los ging „arbeitete“ ich noch mein australisches Pflichtprogramm an. Es waren noch zwei Ecken des Kontinents zu besuchen. So ging es noch für ein paar Tage nach Hobart. In der Hauptstadt von Tasmanien ist das Museum of Old and New Art (MONA) eine Sensation. Für mich ist es der berührendeste Museumsbau der Gegenwart den ich bisher besuchte. Finanziert wie auch realisiert von einer Privatperson, kaum älter als ich es bin. Es ist möglich, es können Träume oder Phantasien auch wirklich realisiert werden. Hier macht es einer.

Hobart wie auch Bruny Island war für mich die Südöstliche Ecke. Genau genommen liegt die Südöstlicheste Ecke auf dem australischen Festland in der Nähe von Melbourne. Mich reizte jedoch nach verschiedenen persönlichen Empfehlungen die Reise nach Tasmanien mehr.

Neben Tasmanien stand der Besuch von Byron Bay mit dem östlichsten Kap vergangenes Wochenende noch an. Der Ort liegt 2 Stunden südlich von Brisbane. Der Reiz der Bucht, die vielen Surfer wie auch der etwas andere Lebensstil des ehemaligen Hippie Ortes haben mich sofort verzaubert. Ja vielleicht würde ich da schon lange leben, wenn ich bei meiner ersten nach Australien 1988 dort gewesen wäre und mich gegen die Fortsetzung des Studium und meiner Leidenschaft dem Windsurfen gefolgt wäre. So war ich jetzt erst dort und habe jeden Moment in vollen Zügen genossen.

Tatsächlich habe ich hier auch zum ersten Mal einen freilaufenden bzw. freischlafenden Koala gesehen. Besser gesagt er wurde mir von Jeannine gezeigt. Der Koala hatte sich so langsam bewegt und toll versteckt. Ohne Jeannine hätte ich den Koala wie so viel anderes Schöne hier in Australien verpasst. Für eine super schöne Zeit in Australien bin ich sehr dankbar. Die Gastfreundschaft wie auch die Unterstützung bei so Vielem hat mich sehr berührt. So wurde aus den 18 Monaten in Brisbane etwas ganz Besonderes, das ich tief im Herzen mit mir trage. Bei Jeannine steht jetzt der Umzug nach Deutschland und bei mir die Fortsetzung meiner Segelreise an.

Lange trieb mich der Gedanke um wie es weiter gehen soll. Nun habe ich mich für den zweiten Teil der WORLD ARC angemeldet. Im September wird es losgehen. Jetzt geht es zunächst wieder nach Hamilton Island und die geliebten Whitsundays. Dort wird auch meine neue Crew für die Weiterreise nach Norden und dann Westen Anfang Juli anreisen.

4 Gedanken zu „On my way.“

  1. Lieber Mathias,
    jedesmal freue ich mich darüber, wenn ich neue Nachrichten von dir erhalte, zumal ich ähnliche Erinnerungen an Australien habe, weil ich mehrere Monate nach dem Studium dort gereist bin.
    Hast du die Probleme mit den galvanischen Strömen in den Griff bekommen?
    Die nächsten Wochen bin ich mit einer x auf der Ostsee unterwegs, um danach in Bregenz an der 8er WM teilzunehmen, an Bord eines Eigners aus BaWü.
    Liebe Grüße aus Flensburg
    Dierck

    1. Lieber Dierck,

      Dein Programm hört sich auch aufregend an.

      Mit den galvanischen Strömen ist es so eine Sache. Ja es gab unterschiedliche Erklärungen für die verschiedenen Formen der Korrosion. Manches kann wohl auf die Umweltbedingungen mit dem sehr warmen und salzhaltigen Wasser zurückgeführt werden. Jedoch liegt such die eine oder andere Ursache beim Bau. Die Werft arbeitet daran. So gab es aktuell einen Rückruf. Dafür bin ich sehr dankbar.
      Für die Regatta wünsche ich viel Spaß und Erfolg.
      Liebe Grüße nach Flensburg

  2. Das liest sich gut Matthias. Wor sehen uns dann in Lombok. Ich bin bei Axel auf Solaris bis Kapstadt dabei und freue mich auf ein Wiedersehen.

    1. Hallo Gorm, danke für den Kommentar. Die Zeit in Australien tat mir gut. Ich konnte am Boot viel verbessern und hab Spaß daran. Auf unser Wiedersehen auf dem Wasser freue ich mich sehr. Bis ganz bald.

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