Zyklon in Brisbane

Kurzes Update zum Zyklon Alfred möchte ich noch nachreichen. Es ist an der Pure Fun kein Schaden entstanden.

Hier auf der MV Lady M hatte ich keinen direkten Datenzugang in den vergangenen zwei Wochen. Lediglich bekam ich vom Skipper regelmäßige Updates zur Entwicklung von TC Alfred.

Der Zyklon der Kategorie 2 hatte sich schon bei meiner Abreise in Brisbane abgezeichnet. Die Rivergate Marina hatte uns Eigner zusätzlich per Mail am 1.3. noch informiert.

Bernd war noch bis 4.3. vor Ort und konnte die Pure Fun sturmsicher im Hafen vertäuen, alle Segel abschlagen und das Deck vollkommen frei räumen. Das hat mich doch ziemlich entspannt.

Der Hafen liegt im Brisbane River, hat Schwimmstege und zwischen den Booten etwas Platz. Die Boote liegen in Flussrichtung und ist topographisch auf der Seite von der der Zyklon erwartet wurde etwas geschützter. So war die Pure Fun für TC Alfred bestens gerüstet.

Es gab im Hafen Wind bis 50 kn und über Tage ziemlich viel Regen. Eine Freundin aus Brisbane meinte gerade dazu, dass die Panik davor am anstrengendsten war. Die Schulen war für drei Tage geschlossen und 250.000 Haushalte hatten keinen Strom. So sind so manche Hamstereinkäufe ohne Strom zu Hause aufgetaut. Jetzt scheint wieder die Sonne und es trocknet.

Der Pure Fun geht es gut und ist bei Rivergate Marina in guten Händen.

13 Tage Kimberley auf der MV Lady M

Seit dem 01. März bereise ich auf der Lady M die Kimberley. Die Lady M ist ein Motorboot mit fast 30 Meter länge. Gebaut vor fast 20 Jahren für privaten Gebrauch. Inzwischen ist sie zu einem Cruisingschiff mit 7 Kabinen für bis zu 12 Gästen umgebaut. Mehr dazu gibt es unter http://www.ladymcruising.com. Mir hat die Zeit als gut versorgter Gast sehr gefallen.

Bei dieser ersten Reise in der Saison der MV Lady M stiegen im Broome 7 Gäste zu. Von der fünfköpfigen Crew wurden wir mit Australischen Bier und Sekt am Samstag Nachmittag zu dieser 13 tägigen Reise durch die Kimberleys nach Darwin herzlich begrüßt.

Die Kimberleys ist ein fast unbewohnter Küstenabschnitt im Nordwesten von Australien. Vieles steht unter Naturschutz und ist kaum erschlossen. Tatsächlich trafen wir in der Zeit einen Fischer mit zwei Crew, ein Militärschiff, ein Patrolienschiff sowie vier Angler die in einem Ressort zu Gast waren.

Ansonsten sahen wir richtig viel Natur. Die Ufer waren von Mangroven gesäumt. Unterschiedlichste Felsformationen fuhren wir in den verschiedenen Flüssen entlang. Süßwasser ging fließend ins Salzwasser über. Das eine oder andere Krokodil trieb kaum sichtbar im Wasser. Das eine Krodilbaby wäre zum knutschen süß gewesen – nur wo waren seine Eltern? Vor denen habe ich inzwischen ziemlich viel Respekt.

Das ist alles ziemlich schön. Nur das sieht man so auch an einigen anderen Stellen. Mir wurde von einigen Australiern diese Reise sehr empfohlen. Die wenigen Boote die hier verkehren sind auch oft schon lange im Voraus ausgebucht. Die beiden wesentlichen Gründe für die Reise sind die Wasserfälle wie auch der Fischreichtum.

Morgens ging es oft zum Fischen. Verschiedene Techniken wurden genutzt um unseren Chef Glen mit ausreichend frischen Fisch, Krebse und Austern zu versorgen. Er verwöhnte uns dann mit leckeren Fischgerichten mit unterschiedlichster Geschmacksrichtungen.

Ich sah inzwischen auf einigen Kontinenten ziemlich beeindruckende Wasserfälle. Mich faszinieren diese herabfallenden Wassermengen, das begleitende Farbspiel, die kühlende Frische der Gischt wie auch der begleitenden Winde. Oft war mir das Wasser zu kalt oder es war kaum möglich dran oder gar darunter oder dahinter zu kommen. Hier bei dieser Reise besuchten wir jeden Tag zwei oder drei Wasserfälle. Kletterten diese hoch, tauchten mit dem Bug des Dinghis oder gar der Lady M in das fallende Wasser ein. Zum baden war das Salzwasser mit den Haien und Krokodilen zu gefährlich. So waren unsere Pools zum schwimmen die wassergefüllten Senken oberhalb so manchem Wasserfall oder Kaskade. Das war für mich so unglaublich beeindruckend, berührend und bereichernd. Ich kann diese Reise für zu der Jahreszeit trotz dem ganzen Aufwand nur empfehlen.