Fiji hält uns länger als bei der WORLD ARC geplant fest. Es waren hier drei Wochen eingeplant. Als erstes kamen wir im Nordosten der Lau Groupe an. Die Bay of Island war eines der Highlights der bisherigen Tour durch den Pazifik. Wir, Mahina, Dugald und Pavel, verlängerten dort etwas und erlebten eine erfüllte Zeit zusammen mit den anderen Booten der WARC Flotte.

Im Paradise Resort, Taveuni Island, kamen wir im strömenden Regen mit Einbruch der Dämmerung an. Die Menschen dort waren so herzlich, dass wir uns am Abend noch für eine Verlängerung entschieden. Nein es reichte nicht für den Besuch des Rainbow Reefs aber für eine Massage am Kliff. In der Vuda Marina war für den übernächsten Tag ein Krantermin für Wartungsarbeiten vereinbart.
Auf der WARC Route lag noch der Stop in Vanuatu und dann das Anlanden in Australien Ende Juli. Schon in so kurzer Zeit den Pazifik verlassen zu haben wäre erschreckend. Nach den ersten 15 der 332 Inseln kam mir der Gedanke hier länger zu bleiben immer klarer. Die Menschen sind so herzlich, freundlich und geerdet. Die Natur über wie unter Wasser ist vielfältig und fruchtbar. Mit ihr wird hier sehr achtsam umgegangen. Die Dorfgemeinschaften besitzen das Land und die vielfältigen Ressourcen sehr nachhaltig.
Am 20. Juni kam Sybille von ihrem Ayurveda und Yoga Retreat erholt auf die Pure Fun zurück. Es war ein schrittweise Ankommen mit einem ersten kurzem Landaufenthalt auf Yaqeta. In der Zwischenzeit bereiteten Mahina und Dugald das Boot für ein herzliches Willkommen in der Vuda Marina perfekt vor. Nach Einkäufen auf dem Markt von Leutoka sowie dem Besuch des Schlammbades in heißem Quellwasser war es Zeit die gut organisierte Marina mit dem reizenden Mitarbeitern zu verabschieden.


Drawaga Island mit der Mantaray Passage war unser Ziel für den 5 Tagestrip. Für die erste Nacht fiel der Anker auf der Ostseite von Yanuya. Die Westseite war für Filmarbeiten gesperrt. Seit dem dort der Film Castaway gedreht wurde kommen hier regelmäßig Filmteams für weitere Produktionen. Uns gefiel es, wir blieben und erkundeten die Insel. Unser ersten Sevu Sevu, dem Willkommensritual mit berauschendem Kavawurzelgetränk, stand an. Sehr unsicher folgten wir der Einladung mit zum Dorfoberen und weiteren Dorfbewohner zu kommen. Diese saßen mehr liegend auf Strohmatten mit Blick auf Strand und Meer. Die große Schale mit Kava, dem erdig, gräulichen Trunk stand bereit. Nach einem ersten Kennenlernen wurde uns der Kava angeboten. Als Anfänger entschieden wir uns vorsichtshalber für low und halftide. Das heißt die halbe Schale einer leeren Kokosnuss wurde wenig oder zur Hälfte gefüllt. Uns hat es beim ersten Mal voll auf gereicht. Danach zeigte uns die Dorfjugend voller Stolz ihre Schule und das Dorf.

Auf dem Sportplatz wurde mit Mahina die Kräfte gemessen und dann später mit Dugald am Strand Ruggby gespielt. Es war eine große Freude für uns alle. Wir blieben bis zur Dämmerung.
Mit vereinten Kräften trug die Dorfjugend unseren 150 kg schweren Tender über den Strand zum Wasser. Es war ihnen ein sehr großes Anliegen. Ergriffen gingen wir auf unser schwimmendes Zuhause aus einer ganz anderen Welt.


Am Tag darauf ging es unter Segel zwischen zahlreichen Untiefen zur Manta Ray Passage. Schnorcheln in nächster Nähe mit diesen unglaublichen Geschöpfen war angesagt. Mittels Drohnen überwachen Forscher, dass den Mantas respektvoll begegnet wird. Ergreifend ist es diese Giganten des Meers zu beobachten.

Musket Cove Marina war unser nächster Stopp. Hier war Abschied von der WORLD ARC 2024 sowie von Mahina und Dugald zu nehmen. Nochmals drei Tage zusammen Erfahrungen austauschen, feiern des 4. Juli mit unseren amerikanischen Mitseglern, Inselerwandern in der Früh, Preisvergabe und Skipperbriefing. Am 5.7. legte die WARC Flotte nach Vanuatu ab und Sybille und ich blieben. Der Abschied fiel schwer. Eine toll gemeinsame Zeit ging zu ende. Wir hoffen auf ein Wiedersehen in Australien oder irgendwo anders auf der Welt.

Es war so bereichernd mit dieser Gruppe in den vergangenen sechs Monaten von St. Lucia bis Fiji zu reisen. Perfekt vom World Cruising Club organisiert und mit Nev und Fergus fürsorglich wie auch kompetent vertreten. Es war durch die Gruppe eine Reise der ganz besonderen Art.


Fiji wird mit den Griechischen Inseln von Kennern verglichen. Dort zwischen vielen kleinen ursprünglichen Inseln in irgendeiner Taverne ist bei uns der Wunsch entstanden einfach mal länger wie in Griechenland zu segeln. Daraus erwuchs diese Reise. Wenn es auch überraschend klingen mag. Jetzt ist Zeit für Urlaub.

Sybille und ich, wir bleiben nun noch ein paar Wochen länger in Fiji und erkunden die Vielfalt mit mehr Ruhe. Hier ist es herrlich so machen wir nun hier anstatt in Griechenland mal Urlaub und erholen uns für die Weiterreise im Spätsommer nach Australien.


wow!! 57Pure Fun legt ab Richtung Vanuatu, ich steige in Brisbane ins Flugzeug Richtung Stuttgart