Die 3. Nacht liegt hinter uns


Die 3. Nacht liegt hinter uns…

Obwohl laut Wettervorhersage mit einem Flautengebiet zu rechnen war, hatten wir tagsüber und auch am Tag davor in der ersten Nachthälfte genug Wind zum Segeln. Zur Mittagszeit machte uns der Code 0 etwas Arbeit, da er nicht richtig eingefurlt werden konnte. So waren wir 3 Std. beschäftigt und im Anschluss war alles wieder in Ordnung. Ich habe in der Zwischenzeit unter Deck unser Lunch vorbereitet. Das war auch gut so, denn der Rest der Crew hatte nach der Segel-sortier-Aktion einen Bärenhunger.

Gestern war es sehr diesig und wir hatten braunen Saharastaub an Deck. Auch in der Nacht gab es keine Sterne zu sehen, nur der Mond scheinte ab und an durch.

Ich übergab um 2:00 Uhr an Mathias. Bisher machte immer nur eine Person für 2 std. Wache. Jeden Tag rutschen wir im Wachplan eine Schicht nach vorn. Das klappte bisher ganz gut.

Wir verbrachten den Tag mit sortieren, setzen und bergen von Segeln, schlafen, Musik hören, quatschen, Essen zubereiten, manche sogar mit Duschen am Morgen. Es gab ein kurzes Zeitfenster zu dem es möglich war, zum Glück hatte ich diese Chance genutzt, denn…….in den frühen Morgenstunden hörte ich dass der Rest der Crew wach, die Treppe zum Motorraum geöffnet und die kleine Wasserpumpe von Harald im Einsatz war….als ich das sah ging mir alles mögliche im Kopf herum….ich blieb einfach liegen. Wollte nicht wissen, was meine Crew da werkelte…..

Morgen mehr….🤣

Zum Lunch gab es gestern Süsskartoffel Bratlinge mit geriebenem Käse, Curcuma und Oliven, dazu frischen Stangenbohnensalat. Zu den Bratlingen verschiedene Dips.

Zum Dessert: Orangen und Clementinen aus der Dinghygarage

Da wir unseren Lunch erst um 15:00 Uhr gegessen hatten, waren wir bis zum Abend gut satt. Elly und ich bestanden darauf, dass jeder noch eine Kleinigkeit essen musste, das haben wir so im Proviantierungsseminar gelernt. 3 Mahlzeiten am Tag seien wichtig. So gab es noch Fussili mit veganer Gemüsebolognese, die ich zum Üben im Hafen eingekocht hatte. Sie war noch lecker und alle Teller waren am Ende leer gegessen. Zum Zeitpunkt der Essenszubereitung hatten wir ca. 20° Krängung im Boot, so waren wir sehr froh nichts mehr schnippeln zu müssen, denn die frische Tomate die ich zusätzlich schnippelte, wollte nicht auf meinem Brett liegen bleiben sondern Rutsche direkt vom Brett, ebenso der Saft der Tomate, der sich munter in der Rinne der Ablage verteilte.

Beim anschließenden Spülen stand Andreas in schrägem Winkel zur Küchenfront um stabil zu stehen. Das Spülwasser stand ebenso schräg im Spülbecken. An der einen Seite bis zum oberen Rand, an der anderen Seite am unteren Rand. 🙃

Nach dem Abendessen hatte Bernd Wache bis 22:00 Uhr, Andreas bis 24:00 Uhr, dann ich, Mathias ab 2:00 Uhr, Elly ab 4:00 Uhr und um 6:00 Uhr kam Bernd wieder an die Reihe.

So war der Plan…tatsächlich waren alle bis auf mich ab 4:00 Uhr beschäftigt. Es war Süßwasser in der Motorbilge. Dieses Mal kam es vom Warmwasserboiler. So kam auch die Pumpe auf der Akkubohrmaschine zum Einsatz. Herzlichen Dank Harald an dr Stelle für das Geschenk.

Momentan haben wir den Motor an, da wir glatte See und nur 2-3 Kn Wind haben. Heute haben wir Wolken und etwas blauen Himmel, die Sonne scheint immer wieder durch und wir haben es schön warm.

Alle sind wohlauf, die Stimmung ist gut, Langeweile kam bisher noch nicht auf und unsere Pure Fun liebt es immer wieder im Mittelpunkt zu stehen und sorgt dafür genügend Aufmerksamkeit zu bekommen. 😍

Bis zum nächsten Mal.